Höhle, Löwen

Höhle der Löwen: clearBee-Fensterroboter scheitert vor allen Investoren

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 22:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Wiener Start-up clearBee erhält von fünf Investoren kein Angebot. Die Vorführung misslingt, während etablierte Modelle den Markt prägen.

clearBee scheitert bei Löwen-Deal mit Fensterputzroboter
Großflächige Glasfassade eines modernen Bürogebäudes bei bewölktem Himmel Illustration mit AI erstellt.

Das Wiener Start-up clearBee präsentiert am 21. September um 20:15 Uhr in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ ein automatisiertes Reinigungskonzept für Fensterflächen. Die Gründer bieten zehn Prozent ihrer Unternehmensanteile für eine Summe von 300.000 Euro an.

Das Vorhaben stößt bei den potenziellen Geldgebern jedoch auf geschlossene Ablehnung: Alle fünf anwesenden Investoren – Williams, Ensthaler, Dümmel, Thelen und Herb – weisen den angebotenen Deal zurück.

Pannenserie bei der Produktvorführung

Laut einem Bericht vom 20. September 2026 auf netzwelt.de verlief die Demonstration vor laufender Kamera fehlerhaft. Das Fluggerät streifte die Testscheibe lediglich, zudem reagierte das System nicht auf erteilte Sprachbefehle und in der Station befand sich kein Reinigungsmittel.

Die Gründer investierten nach eigenen Angaben bereits 450.000 Euro in die Entwicklung. Das System setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: Ein Adapter schlägt mit 249 Euro zu Buche, während die Version inklusive Ladestation 549 Euro kostet. Eine Drohne ist in diesem Paket nicht enthalten. Für die Akkulaufzeit gibt der Hersteller einen Wert von 40 Minuten an.

Nutzen und Grenzen automatisierter Glasreinigung

Technische Hilfsmittel zur Fensterreinigung zielen darauf ab, manuelle Arbeitsschritte bei der Gebäudepflege zu reduzieren und körperliche Belastungen zu minimieren.

Einem Bericht von homeandsmart.de vom 19. September 2026 zufolge rentieren sich automatisierte Lösungen vor allem an großflächigen Scheiben, in Wintergärten, an schwer zugänglichen Glaspartien sowie bei körperlichen Einschränkungen oder regelmäßigem Reinigungsbedarf.

Weniger geeignet seien sie hingegen für Fenster mit Sprossen oder Rahmen, viele kleine Fensterfronten sowie bei extrem hohen Ansprüchen an ein absolut schlierenfreies Ergebnis.

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Zu den typischen Schwachstellen herkömmlicher Fensterputzroboter zählen unsaubere Ecken und Ränder, die Neigung zu Streifen sowie die Notwendigkeit einer manuellen Vorreinigung. Handelsübliche Geräte bewegen sich in einer Preisspanne von 150 bis 600 Euro.

Etablierte Marktmodelle und Neigungslimits

Auf dem Markt für seil- oder saugbasierte Reinigungsroboter existieren bereits mehrere etablierte Alternativen mit unterschiedlichen Leistungsprofilen. Im März 2026 kürte ein Produkttest den ECOVACS WINBOT W3 OMNI mit der Testnote Gut (90/100) zum Testsieger, erhältlich für 549 Euro statt regulär 699 Euro.

Als Preis-Leistungs-Sieger ging im Februar 2026 die Dreame C1 Station mit der Note Gut (88/100) bei einem Preis von 399 Euro statt 599 Euro hervor. Die günstigste Option bildete der MOVA N1 für 249 Euro mit der Testnote Gut (82/100). Der Vorjahressieger ECOVACS WINBOT W2 OMNI erzielte im Februar 2024 die Note Sehr Gut (92/100) und kostete 424 Euro statt 599 Euro.

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Bestehende Geräte stoßen insbesondere bei der Überkopf-Arbeit auf physikalische Grenzen: Kein aktuelles Modell vermag waagerechte Flächen bei 0 Grad über Kopf autonom zu säubern. Der Ecovacs Winbot W3 Omni und der W2S Omni reinigen Unterseiten ab einem Neigungswinkel von 40 Grad zur Waagerechten, wobei das Datenblatt des W2S Omni 60 bis 120 Grad angibt.

Die Dreame C1 Station bewältigt Unterseiten erst ab 60 Grad sowie Oberseiten ab 10 Grad. Der MOVA N1 arbeitet über Kopf ab einem Winkel von 5 Grad ausschließlich via Fernbedienung und reinigt erst ab 60 Grad autonom.

Zuletzt präsentierte Ecovacs auf der Berliner IFA (4. bis 8. September) den WINBOT W2S PRO OMNI, der am 9. September mit dem home&smart Innovation Award 2026 in der Kategorie Fensterputzroboter ausgezeichnet wurde. Das Modell verfügt über 10.000 Pa Saugleistung, arbeitet mit vier Eckschrubbern, einem TruEdge-2.0-System und einem 120-Milliliter-Wassertank für rund 75 Quadratmeter Fläche.

Der 4.500-Milliamperestunden-Akku in der Station ermöglicht einen kabellosen Betrieb von bis zu 110 Minuten bei einer Lautstärke von 66 Dezibel. Das Gerät meistert gekippte Scheiben bis zu 45 Grad und ist seit dem 9. September für eine unverbindliche Preisempfehlung von 599 Euro in Deutschland erhältlich.

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