Heizungstausch: Neue Förderanträge sind ab 2. November 2026 möglich
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 21:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Bundesregierung hat die Sanierungsoffensive 2027 präsentiert. Für thermische Sanierungen und den Austausch von Heizungsanlagen stellt der Bund insgesamt 500 Mio. Euro zur Verfügung. Das Programm soll die Energieeffizienz im Gebäudesektor steigern und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern beschleunigen.
Aufteilung der Mittel und gestaffelter Antragsstart
Der Großteil des Budgets fließt in bauliche Dämmmaßnahmen: 321 Mio. Euro sind für thermische Sanierungen vorgesehen. Dieser Betrag liegt deutlich über den zuvor angenommenen 181 Mio. Euro. Für den Heizkesseltausch beziehungsweise den Austausch alter Öl- und Gasheizungen sind 179 Mio. Euro reserviert.
Die Einreichung der Förderanträge erfolgt zeitlich gestaffelt. Nach Angaben der Bundesregierung können neue Anträge für den Heizungstausch ab dem 2.11.2026 gestellt werden. Die Fördermittel für thermisch-energetische Sanierungen aus dem Budget 2027 stehen ab dem 4.1.2027 zum Abruf bereit.
Förderkonditionen und Aufstockung nach früherem Förderstopp
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Mit dem neuen Paket reagiert die Regierung auf die hohe Nachfrage der Vergangenheit. Im Jahr 2026 standen für thermische Sanierungen und den Heizungstausch zusammen 360 Mio. Euro bereit. Diese Fördermittel waren jedoch bereits zur Jahreshälfte vollständig aufgebraucht.
Für künftige Projekte übernimmt der Bund maximal 30 % der gesamten Investitionskosten. Zudem wurden spezifische Obergrenzen definiert: Für die Erneuerung von Fenstern in Kombination mit einem außenliegenden Sonnenschutz ist eine Förderung von maximal 5.000 Euro vorgesehen.
Reaktionen aus Wirtschaft und Politik
Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßte das vorgestellte Paket und stellte positive Impulse für die Bauwirtschaft sowie das Handwerk in Aussicht. Nach Angaben der WKÖ sollen rund 20 Mio. Euro kurzfristig genutzt werden, um Betrieben rasch Aufträge zu sichern.
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Aus den Reihen der SPÖ hieß es, dass künftig auch Maßnahmen zur Beschattung und Begrünung gefördert werden. Von den Förderungen sollen neben Eigentümerinnen und Eigentümern ausdrücklich auch Mieterinnen und Mieter profitieren. Die Partei verband das Programm mit der Aussicht auf sinkende Heizkosten, verstärkten Klimaschutz sowie der Sicherung heimischer Arbeitsplätze.

