HCM-Migration: SAP-Support endet 2030 – Zeitdruck für Unternehmen
24.06.2026 - 08:11:57 | boerse-global.de
Haupttreiber sind das nahende Support-Ende alter Systeme und der Wunsch nach mehr Effizienz durch Künstliche Intelligenz.
SAP-Migration: Zeitdruck für Unternehmen
Ein zentraler Auslöser ist das für Ende 2030 angekündigte Support-Ende von SAP ECC. SAP-CEO Christian Klein stellte neue Tools vor, die den Umstieg auf S/4HANA erleichtern sollen.
Die Integration von KI-Systemen in die Unternehmens-IT verspricht zwar enorme Effizienzsprünge, bringt aber auch komplexe neue Compliance-Anforderungen mit sich. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act verschafft Ihnen den Überblick, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Große Organisationen wie die Bundeswehr haben die Einführung bereits hinter sich – allerdings mit Verzögerungen und technischen Hürden für die rund 90.000 täglichen Nutzer. Mittelständler wie der Lebensmittelhersteller De-Vau-Ge setzen dagegen auf schlanke Ansätze und schaffen Migrationen innerhalb weniger Monate.
Auch die Versicherungsbranche modernisiert. Die Itzehoer Versicherungen haben im Rahmen ihres Programms „Futuro" ein erstes Zwischenziel erreicht. Bis 2030 sollen alle Sparten auf ein neues Standardsystem umgestellt sein. Der Handelskonzern Metro überführte seine IT-Landschaft mit Hilfe von Wipro in eine Multi-Cloud-Umgebung – als Grundlage für eine KI-gestützte Unternehmensführung.
KI-Agenten erobern die Personalabteilung
Die Integration von KI in HCM-Systeme erreicht 2026 eine neue Dimension. ServiceNow machte KI-Agenten ab März zum Plattformstandard. Seit Juni stehen spezialisierte Agenten für IT-Prozesse bereit, für September sind Sicherheitslösungen geplant.
SAP hat bereits 50 KI-Agenten auf Basis von Anthropic-Modellen in SuccessFactors und S/4HANA integriert. Erste Ergebnisse zeigen: Die Effizienz in der Beschaffung stieg um bis zu 30 Prozent, Logistikkosten sanken. IT-Dienstleister Wipro orchestriert mit KI-Mitarbeitern über 70 verschiedene HR-Aktionen – von Urlaubsanträgen bis zur Gehaltsabrechnung.
Payroll bleibt knifflig
Trotz aller Fortschritte: Die Entgeltabrechnung bereitet weiterhin Kopfzerbrechen. Experten von ADP warnen vor Fachkräftemangel, steigenden regulatorischen Anforderungen und einem hohen manuellen Arbeitsanteil. Hohe Fehlerquoten und die Abhängigkeit von einzelnen Wissensträgern gelten als Alarmzeichen. KI kann zwar bei der Kontrolle helfen – der Faktor Mensch bleibt aber entscheidend.
Rechtliche Hürden und Sicherheitslücken
Mit KI und People Analytics wachsen auch die rechtlichen Fragen. Ende Juni diskutieren Fachforen über die Grenzen von Algorithmen im Personalwesen. Im Fokus: Datenschutz-Grundverordnung, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz und die europäische KI-Verordnung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass automatisierte Entscheidungen mit Mitbestimmungsrechten und Arbeitnehmerdatenschutz vereinbar sind.
Der Einsatz moderner HR-Technologien erfordert eine lückenlose Dokumentation, um empfindliche Bußgelder nach Art. 30 DSGVO zu vermeiden. Eine kostenlose Excel-Vorlage hilft Ihnen dabei, Ihr Verarbeitungsverzeichnis zeitsparend und rechtssicher zu erstellen. Kostenlose Muster-Vorlage jetzt herunterladen
Bleibt das Thema Sicherheit. Erst kürzlich wurde eine Schwachstelle in KI-Assistenzsystemen bekannt – ein zeitnahes Update konnte sie beheben. Die Botschaft ist klar: Cloudbasierte HCM-Infrastrukturen brauchen permanente Überwachung und regelmäßige Updates.
