Haribo-Streik, Beschäftigte

Haribo-Streik: 600 Beschäftigte fordern 5,8 Prozent mehr Lohn

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 14:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Warnstreik im Bonner Haribo-Stammwerk stoppt Produktion von Colorado und Lakritzschnecken. NGG fordert 5,8 Prozent mehr Lohn.

Haribo-Streik in Bonn: 600 Mitarbeiter legen Produktion lahm
Warnstreik der Gewerkschaft NGG vor dem Haribo-Stammwerk in Bonn mit Mitarbeitern vor dem Werkstor. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Bonn – Im Tarifkonflikt der Süßwarenindustrie hat die NGG das Stammwerk von Haribo in Bonn lahmgelegt. Rund 600 Beschäftigte traten am Freitag in den Warnstreik.

Der 18-stündige Ausstand begann um 5 Uhr morgens. Betroffen sind sowohl die Früh- als auch die Spätschicht. Mittags versammelten sich die Mitarbeiter zu einer Kundgebung vor dem Werkstor.

Produktion von Colorado und Lakritzschnecken gestoppt

Die Folgen sind massiv: Bekannte Sortimente wie Colorado oder Lakritzschnecken werden derzeit nicht produziert. Die Gewerkschaft setzt auf den symbolträchtigen Standort Bonn, um Druck auf die Arbeitgeber aufzubauen.

Denn die Verhandlungen für Nordrhein-Westfalen stocken. Die NGG fordert 5,8 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ein Mindestbetrag von 230 Euro soll vor allem die unteren Lohngruppen entlasten.

Arbeitgeber bieten nur zwei Prozent

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Die Unternehmen kontern mit einem Angebot von insgesamt zwei Prozent, verteilt auf zwei Schritte. Dazu gibt es Einmalzahlungen von 156 Euro. Der größte Knackpunkt: die Laufzeit. Die Gewerkschaft will ein Jahr, die Arbeitgeber planen mit 24 Monaten.

Die Arbeitnehmer sehen die Angebote als unzureichend an, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten auszugleichen. Die Arbeitgeberseite verweist auf die schwierige Lage der Branche.

Branche kämpft mit Produktionsrückgang

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Die Zahlen geben ihnen recht: 2025 sank die Produktion der deutschen Süßwarenindustrie um knapp vier Prozent auf 3,73 Millionen Tonnen. Das belastet die Verhandlungen zusätzlich.

Eine Einigung ist nicht in Sicht. Die nächste Runde ist für den 13. August angesetzt. Bis dahin drohen weitere Warnstreiks.

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