Handwerkspräsident: Höhere Abschläge bei frühzeitiger Rente
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 06:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Mir ist bewusst, dass ich damit auch bei einigen meiner Leute auf Ärger stoßen werde", sagte Dittrich der "Rheinischen Post". "Ich würde es aber als unehrlich ansehen, wenn ich sagen würde, dass die Zwänge der Demografie für alle gelten, nur nicht fürs Handwerk."
Er selbst sei Dachdeckermeister - und in der Berufsgruppe schafften es die meisten nicht bis zur Regelaltersgrenze. "Aber nicht alle Älteren in Deutschland sind Dachdecker. Wir müssen als Gesellschaft insgesamt das effektive Rentenalter steigern. Geht nicht anders."
Dittrich warb für Akzeptanz dafür, dass die Rente aus demografischen Gründen in der jetzigen Form nicht mehr finanzierbar ist. "Wenn wir an allen bisherigen Ansprüchen festhalten, ohne zu klären, wie das finanziert wird, wird das nicht funktionieren", sagte er. Mit pauschaler Ablehnung notwendiger Veränderungen machten es sich viele zu leicht.
Die Bundesregierung will die gesetzliche Rente reformieren. In der Debatte um mögliche Änderungen trifft vor allem der Vorschlag der Rentenkommission, die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte (frühere "Rente mit 63") abzuschaffen, auf Widerstand. Innerhalb der Koalition wird darüber bis heute diskutiert.
