Handwerkliche, Ausbildung

Handwerkliche Ausbildung: 2,3% Abbruchquote an Jenaer Uni

Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 07:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Universität Jena erhielt eine Handwerksauszeichnung. Über 50 Nachwuchskräfte lernen in elf Berufen, während die Abbruchquote 2,3 Prozent beträgt.

Universität Jena für vorbildliche Handwerksausbildung geehrt
Eine aufgeräumte, professionell ausgestattete Tischlerei-Werkstatt in einer Universität bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Am 27. August 2026 hat die Handwerkskammer für Ostthüringen die Friedrich-Schiller-Universität Jena offiziell als „Vorbildlichen Ausbildungsbetrieb des Handwerks“ ausgezeichnet.

Die Ehrung würdigt die hohen Standards in der beruflichen Qualifizierung und die kontinuierliche Qualität der Ausbildungsumgebung an der Jenaer Hochschule. Mit diesem Prädikat unterstreicht die Kammer die Bedeutung exzellenter Rahmenbedingungen für den Nachwuchs in technischen und handwerklichen Fachrichtungen.

Hohe Ausbildungsqualität in technischen und handwerklichen Berufen

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena fungiert nicht nur als akademische Bildungsstätte, sondern ist auch ein bedeutender Akteur in der dualen Ausbildung. Derzeit beschäftigt die Universität über 50 Auszubildende, die in insgesamt elf verschiedenen Berufen qualifiziert werden. Ein besonderer Schwerpunkt der handwerklichen Ausbildung liegt dabei auf den Bereichen Elektrotechnik und Tischlerei.

Die Qualität der praktischen Ausbildung zeigt sich regelmäßig in den Ergebnissen der Prüfungen. Insbesondere im Tischlerhandwerk stellen die Auszubildenden der Universität regelmäßig die Jahrgangsbesten.

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Dieser Erfolg wird maßgeblich auf die technische Ausstattung und die Betreuung in den universitätseigenen Werkstätten zurückgeführt. Während die Hochschule insgesamt ein breites Spektrum an Lehrstellen anbietet, weist die Handwerkskammer für den spezifisch handwerklichen Kernbereich aktuell acht Lehrlinge aus.

Langfristiges Engagement und niedrige Abbruchquoten

Das Engagement der Universität Jena in der Berufsausbildung weist eine lange Tradition auf. Seit dem Jahr 1990 haben insgesamt 132 Auszubildende ihre Lehre an der Institution erfolgreich abgeschlossen.

Ein wesentlicher Indikator für die Stabilität und die Attraktivität des Ausbildungsumfeldes ist die außergewöhnlich niedrige Abbruchquote. Diese liegt laut Angaben der Handwerkskammer bei lediglich 2,3 Prozent, was deutlich für die Qualität der Auswahlprozesse und die Arbeitsbedingungen vor Ort spricht.

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Die Auszeichnung als vorbildlicher Betrieb wird an Unternehmen und Institutionen verliehen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus in die Ausbildung investieren. Dazu zählen neben der fachlichen Vermittlung von Inhalten auch die Bereitstellung moderner technischer Ressourcen und ein Umfeld, das die berufliche Entwicklung fördert.

Hohe Nachfrage und Ausblick auf das kommende Lehrjahr

Die Attraktivität der Ausbildung an der Friedrich-Schiller-Universität spiegelt sich in den Bewerberzahlen wider. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Universität allein für die begehrten Plätze im Tischlerhandwerk über 60 Bewerbungen. Dies verdeutlicht das hohe Interesse an Ausbildungsplätzen, die eine fundierte handwerkliche Lehre mit den infrastrukturellen Möglichkeiten einer großen Forschungseinrichtung verbinden.

Für Interessierte steht bereits die nächste Rekrutierungsphase bevor. Wie die Universität mitteilte, startet die Bewerbungsrunde für das Lehrjahr 2027 im kommenden September. Damit setzt die Hochschule ihr prämiertes Konzept fort, um dem Fachkräftemangel im regionalen Handwerk durch eigene Ausbildungskapazitäten entgegenzuwirken.

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