Handwerk-Ausbildung: 67.800 neue Verträge auf 8-Jahres-Rekord
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 12:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im deutschen Handwerk steigt auf den höchsten Stand seit acht Jahren.
Zwischen Januar und Juni 2026 unterschrieben knapp 67.800 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag. Das sind 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Handwerkspräsident Dittrich spricht von einem „wichtigen Lichtblick“ für die Branche.
Rekord im Juni – doch viele Stellen bleiben leer
Der im Juni erreichte Wert ist der höchste für diesen Monat seit 2018. Damit setzt das Handwerk einen seit vier Jahren anhaltenden Aufwärtstrend fort.
Trotz des Anstiegs: Bundesweit sind noch immer rund 20.460 Ausbildungsstellen unbesetzt. Der Bedarf an Nachwuchskräften bleibt hoch.
Die positive Entwicklung steht im Kontrast zur Industrie. Dort sanken die Ausbildungszahlen 2025 um neun Prozent. Eine Verschiebung der Präferenzen bei Azubis zeichnet sich ab.
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Warum das Handwerk plötzlich attraktiver wird
Branchenexperten sehen mehrere Gründe für den Aufschwung. Die Krise in der Industrie lässt das Handwerk als stabilere Alternative erscheinen. Zudem haben sich die Verdienstmöglichkeiten in vielen Gewerken verbessert.
Auch die verstärkte Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz machen das Berufsbild moderner. Breit angelegte Imagekampagnen der Verbände tun ihr Übriges, um junge Talente anzusprechen.
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Dittrich fordert mehr Geld für Bildungszentren
Handwerkspräsident Dittrich pocht auf zusätzliche finanzielle Mittel für die Bildungszentren. Nur so lasse sich die Qualität der Ausbildung langfristig sichern und an technologische Entwicklungen anpassen.
Die vollständige Besetzung aller offenen Stellen bleibt die zentrale Herausforderung. Die Branche setzt auf Modernisierung und gezielte Nachwuchswerbung – um die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage weiter zu schließen.
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