LichtBlick legt Jahresbilanz vor / 700 Millionen Euro für eigene Energieinfrastruktur und E-Mobilität
18.06.2026 - 09:16:05 | presseportal.de
"Der Erfolg der Energiewende hängt nicht mehr davon ab, wie schnell neue Wind- und Solaranlagen gebaut werden. Entscheidend ist, wie gut Erzeugung, Infrastruktur und Nutzung zusammenspielen - und ob Lösungen im Alltag funktionieren", sagt Marc Wallraff, CEO (Chief Executive Officer) von LichtBlick.
Im vergangenen Geschäftsjahr (1. April 2025 bis 31. März 2026) erzielte die LichtBlick-Gruppe einen Umsatz von 1.360 Millionen Euro (2024/25: 1.537 Mio. Euro) und ein EBITDA von 48,7 Millionen Euro (2024/25: 67,8 Mio. Euro). Der Energieabsatz lag bei 6,1 TWh, die Zahl der Kund*innenverträge bei rund einer Million.
"Nach den Ausnahmejahren am Energiemarkt normalisieren sich die Preise. Gleichzeitig investieren wir bewusst in neue Geschäftsfelder - das belastet kurzfristig das Ergebnis, schafft aber die Grundlage für zukünftiges Wachstum", sagt Tanja Schumann, CFO (Chief Financial Officer) von LichtBlick.
600 Millionen Euro für Speicher und eigene Erzeugung
Bis 2030 investiert LichtBlick rund 600 Millionen Euro in Speicher und eigene Erzeugung. Die Investitionen zielen darauf ab, mehr Wertschöpfung über eigene Infrastruktur zu realisieren - von Speicher- und Erzeugungsprojekten bis zur integrierten Vermarktung.
Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen unter anderem drei neue PV-Parks in Betrieb genommen und den Bau des ersten eigenen Großbatteriespeichers gestartet. Aktuell werden sechs weitere PV-Projekte realisiert. Damit sind derzeit 31 MW eigene Anlagen in Betrieb, bis März 2027 werden es insgesamt 150 MW sein.
"Eigene Infrastruktur ist für uns kein Selbstzweck. Sie ist die Voraussetzung dafür, Energie verlässlich bereitzustellen und Erzeugung und Nutzung intelligent zu verbinden", sagt Wallraff. "Gleichzeitig zeigen sich die Folgen regulatorischer Unsicherheiten: Investitionen - insbesondere in Speicherprojekte - verzögern sich, da zentrale Fragen zu Netzanschlüssen und Netzkosten weiterhin ungeklärt sind. Hier braucht die Branche schnell Planungssicherheit."
E-Mobilität: 68 Schnellladeparks bis März 2027 und Einstieg in den E-Lkw-Markt
Auch im E-Mobilitätsbereich baut LichtBlick seine Infrastruktur weiter aus. Im vergangenen Jahr wurden die ersten 10 Schnellladeparks realisiert, 58 weitere QuickCharge-Ladestandorte folgen bis März 2027. An einigen Standorten hat LichtBlick bereits das Durchleitungsmodell in den Regelbetrieb überführt. Dienstwagenfahrer*innen können ihren Unternehmensstromtarif damit unterwegs und unabhängig vom jeweiligen Ladesäulenbetreiber nutzen. Perspektivisch arbeitet das Unternehmen daran, das Angebot für alle E-Mobilist*innen zu erweitern.
Zudem steigt das Unternehmen in den Markt für elektrisches Laden im Schwerlastverkehr ein. Als Teil eines Konsortiums hat LichtBlick den Zuschlag für 14 öffentliche Standorte in Baden-Württemberg erhalten und übernimmt unter anderem den kommerziellen Betrieb der Ladeinfrastruktur für E-Lkws. Die öffentliche Ladeinfrastruktur wird in den nächsten zwei Jahren errichtet und schrittweise in Betrieb genommen. Insgesamt investiert das Unternehmen in den kommenden Jahren mehr als 100 Millionen Euro in den E-Mobilitätsbereich.
Vom Einzelprodukt zur integrierten Alltagslösung
Neben dem Ausbau eigener Infrastruktur verlagert LichtBlick den Fokus zunehmend auf integrierte Anwendungen für Kund*innen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen seinen dynamischen Stromtarif weiterentwickelt, die LichtBlick-App grundlegend erneuert und gemeinsam mit Partnern wie Viessmann Climate Solutions Lösungen umgesetzt, die Stromversorgung und Wärmeanwendungen im Eigenheim miteinander verzahnen.
"Kund*innen brauchen keine einzelnen Produkte, sondern ein ganzes Energiesystem, das die verschiedenen, schwankenden Bedarfe im Alltag deckt. Die Lösungen dahinter müssen intelligent und effizient miteinander funktionieren. Genau daran arbeiten wir - damit Energie für unsere Privat- und Gewerbekund*innen einfacher wird", sagt Mandy Schwerendt, seit Mai CCO (Chief Commercial Officer) bei LichtBlick.
Im Geschäftskund*innenbereich wurden gleich mehrere Meilensteine erreicht: Im Sommer installierte das Unternehmen die weltweit erste Regenbogen-PV-Anlage auf dem Dach des Millerntorstadions, belieferte Industrieunternehmen wie Benteler über Direktlieferverträge (CPPAs) mit Strom aus erneuerbaren Anlagen und implementierte granulare Herkunftsnachweise für Gewerbekund*innen wie Gardena.
Die vollständige Jahresbilanz sowie hochauflösendes Bildmaterial: https://brand.lichtblick.de/share/21jgU83eNTvu4EKopzb4
Pressekontakt:
Anja Fricke, Head of Communication
anja.fricke@lichtblick.de
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