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Bauarbeiter

Grüne und SPD wollen den Flächenfraß bremsen

21.02.2021 - 10:09:06

Politiker der Grünen sowie die SPD und Wissenschaftler wollen nach dem Vorbild des CO2-Emissionshandels handelbare Rechte bei der Bebauung.

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vom 21. Februar 2021 berichtet, dass damit der Flächenfraß gebremst werden soll, sodass Wälder und freie Böden Treibhausgase aufnehmen können.

Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, ist der Ansicht, dass der Boden aus diesem Grund beim Schutz des Klimas im 21. Jahrhundert eine absolute Schlüsselfrage weltweit darstellt und Zertifikate für die Bodennutzung dabei helfen könnten, den Verbrauch an Flächen einzuhegen.
Ein "cleveres Instrument", um das Klima zu schützen und in Deutschland den Verbrauch von Flächen zielsicher zu begrenzen, sieht Michael Voigtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft.

Zuletzt hat der Weltklimarat darauf hingewiesen, dass, zur Begrenzung der Erwärmung von der Erde auf 1,5 Grad, global die Aufforstung einer Fläche in der Größenordnung von den Vereinigten Staaten notwendig wäre. Für Energiepflanzen seien zusätzlich Felder in der Größe von Australien notwendig. Gemäß den Angaben des Umweltbundesamtes UBA erfolgt in Deutschland jedoch täglich eine Neubebauung von 56 Hektaren. Das UBA hat in einem Versuch mit 87 Kommunen getestet, wie dies gestoppt werden kann, indem jeder Gemeinde ein Kontingent an Fläche zugeteilt wurde. Kommunen, welche gespart haben, konnten Baurechte verkaufen. Dazu sagte der Präsident des UBA Dirk Messner der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", dass dies im Modell erfolgreich gewesen sei. Ob die Kommunen und Länder dazu bereit wären, bleibe offen.

Der Wissenschaftler Michael Voigtländer ist der Ansicht, ein solches System wäre von Vorteil, wenn die Gemeinden die Auswahl hätten, was und wo sie bauen möchten und die Kommunen selbst entscheiden könnten, wo sie sparen möchten, zum Beispiel bei Wohn- oder Gewerbegebieten und Parkplätzen. So wären keine Verbote in Bezug auf Einfamilienhäuser notwendig.

Jochen Flasbarth, Politiker der SPD und Umweltstaatssekretär, hat der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" geschrieben, dass ein solches Konzept, wenn die Kommunen und Länder das wollten, den nach wie vor zu hohen Verbrauch von Flächen reduzieren könne.
Ludwig Hartmann, Politiker der Grünen und Fraktionsvorsitzender von Bayern, sagte, dass der Handel mit Zertifikaten für Bayern in Bezug auf die Senkung des Verbrauchs an Flächen der richtige Weg sei.
Sandra Detzer, Landesvorsitzende von Baden-Württemberg, will die Erprobung von handelbaren Ausweisungszertifikate von Flächen in Modellregionen.
Jan Philipp Albrecht, Umweltminister und Politiker der Grünen in Schleswig-Holstein, hat von einem interessanten Ansatz für die Reduzierung des Flächenverbrauchs gesprochen.
Derweilen sieht der Politiker der Grünen und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion im Bundestag Oliver Krischer darin eine Möglichkeit, welche intensiv geprüft werden muss. Dabei dürften aber die Kommunen nicht überfordert werden.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, Ever True Smile

@ ad-hoc-news.de