Gründungsplattform, Liquidität

Gründungsplattform gruender-werkzeug.de: Neue Tools für Liquidität und Behörden

05.06.2026 - 06:04:24 | boerse-global.de

Neue Plattform gruender-werkzeug.de gestartet, doch deutsche Hochschulen bleiben bei Ausgründungen international zurück.

Deutsche Gründungsförderung: Neue Plattform, alte Defizite
Gründungsplattform - Junge Unternehmer arbeiten in einem modernen Co-Working-Space. Eine Stadtkulisse ist im Hintergrund durch große Fenster sichtbar. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mehr digitale Tools und regionale Erfolge stehen strukturellen Schwächen gegenüber. Vor allem an den Hochschulen bleibt viel Potenzial ungenutzt.

Digitale Plattform soll Gründern helfen

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Anfang Juni startete mit gruender-werkzeug.de eine neue Plattform. Der IHK-Preisträger Markus Tonn will den Gründungsprozess systematisieren. Die Seite bietet Tools für Liquiditätsplanung, einen Stundensatzrechner und einen Behördenkompass. Zudem vernetzt sie Gründer mit rund 60 Beratern aus der Wirtschaftsförderung.

Parallel dazu wächst die Gründerszene in Sachsen-Anhalt. Mehrere junge Unternehmen sicherten sich Finanzierungen in Millionenhöhe. Allerdings konzentriert sich das Geschehen auf Halle und Magdeburg. Experten fordern deshalb Gründungsmodule als Pflichtfach in Studiengängen.

In Brandenburg läuft noch bis zum 14. Juni die Bewerbungsfrist für den Gründungspreis 2026. Pro Kategorie winken 4.000 Euro – verliehen wird am 2. September in Potsdam. Der Bedarf ist riesig: 2025 gab es im Land rund 16.000 Neugründungen.

Deutsche Unis hinken hinterher

Eine aktuelle Studie von AlpMomentum, Redstone, der TU München und der Universität Trier zeigt: Deutschland liegt bei Hochschul-Ausgründungen nur im unteren Mittelfeld von 36 Ländern.

Pro 100 Millionen Euro Budget entstehen hierzulande gerade mal 9,7 Start-ups. Zum Vergleich: Andorra kommt auf 52,2, Estland auf 29,3 und Frankreich auf 20,8. Die Autoren rechnen vor: Bei voller Ausschöpfung könnten jährlich 85 zusätzliche Start-ups entstehen. Über zehn Jahre wären das bis zu 2,5 Millionen neue Jobs.

Städte investieren – mal mit, mal ohne Erfolg

Hessen stellt im Programm „Zukunft Innenstadt" 11,2 Millionen Euro bereit. Städte können bis zum 21. August Budgets von bis zu 300.000 Euro beantragen. Ziel: Leerstände beleben, neue Nutzungsformen testen.

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Andernorts bremsen politische Entscheidungen. In Herborn lehnte das Stadtparlament Anfang Juni die Prüfung für einen Start-up-Manager ab. Die bestehenden Strukturen in der Wirtschaftsförderung seien ausreichend, hieß es.

Besser läuft es in Böheimkirchen. Dort lockte gezieltes Ortsmarketing sechs neue Betriebe an. Ein eigenes lokales Zahlungsmittel erzielte bereits über 100.000 Euro Umsatz.

Auch die Kultur- und Kreativwirtschaft zeigt Potenzial. In der Metropolregion Nürnberg erwirtschaftet die Branche über 4 Milliarden Euro jährlich. Besonders der Software- und Games-Sektor wächst rasant.

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