Gründungen, TEA-Quote

Gründungen: TEA-Quote auf Allzeithoch von 13 Prozent gestiegen

30.06.2026 - 03:09:32 | boerse-global.de

Die Gründungsquote in Deutschland erreicht mit 13 Prozent einen neuen Höchstwert. Besonders Menschen mit Migrationshintergrund und junge Erwachsene treiben den Trend an.

Deutschland verzeichnet Rekord bei Unternehmensgründungen 2025
Gründungen - Eine vielfältige Gruppe junger Unternehmer arbeitet in einem modernen, hellen Coworking Space in Deutschland zusammen und diskutiert Ideen. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Laut dem aktuellen GEM-Bericht (Global Entrepreneurship Monitor) vom 28. Juni 2026 stieg die sogenannte TEA-Gründungsquote im Jahr 2025 auf 13 Prozent – ein Allzeithoch für die Bundesrepublik.

Besonders auffällig: 19 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund wagten den Schritt in die Selbstständigkeit. Deutschland holt damit international auf – und verbesserte sich im Ranking um sieben Plätze. Dennoch liegt das Land weiterhin hinter Spitzenreitern wie den USA und Großbritannien.

Frust am Arbeitsmarkt treibt Gründer an

Was steckt hinter dem Boom? Der Arbeitsmarkt spielt eine Schlüsselrolle. 62 Prozent der neuen Gründer gaben 2025 an, dass Frustration über ihre Beschäftigungssituation der Hauptgrund für die Selbstständigkeit war.

Besonders die junge Generation drängt in die Eigenverantwortung: Bei den 18- bis 24-Jährigen stieg die Gründungsquote auf 23 Prozent. Generell trauen sich 47 Prozent der 18- bis 64-Jährigen in Deutschland zu, ein eigenes Unternehmen zu führen.

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Bürokratie bleibt die größte Hürde

Trotz des positiven Trends kämpfen internationale Gründer weiter mit Hindernissen. Eine Studie des itb im Rahmen des Projekts Hand-In identifiziert vier zentrale Probleme: Bürokratie, Sprachbarrieren, die Wohnungssuche und die soziale Integration.

Die Forscher betonen, dass gute Vorbereitung, feste Ansprechpartner und eine offene Unternehmenskultur entscheidend für den Erfolg sind. Diese Erkenntnisse gelten nicht nur für Auszubildende im Handwerk, sondern auch für internationale Unternehmensgründer.

Förderprogramme als Erfolgsfaktor

Öffentliche Förderungen werden von Gründern positiv bewertet. Ein Beispiel ist die ecsec GmbH, gegründet 2009. Mit Unterstützung der BayTOU-Förderung entwickelte das Unternehmen digitale Gesundheitslösungen – und konnte einen Kurswechsel vollziehen, als eine geplante E-Rezept-Lösung sich erst über zehn Jahre später etablieren sollte.

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Bayern Innovativ hebt die Flexibilität solcher Förderprojekte hervor: Sie erlauben Anpassungen, wenn sich die Marktbedingungen ändern.

Was internationale Gründer beachten müssen

Wer aus dem Ausland nach Deutschland kommt und ein Unternehmen gründen will, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Stadt Pforzheim listet einen gesicherten Lebensunterhalt, eine feste Unterkunft und eine Krankenversicherung als Grundbedingungen für eine Aufenthaltserlaubnis auf.

Für den Ehegattennachzug gelten ein Mindestalter von 18 Jahren sowie einfache Deutschkenntnisse. Die Kosten: 100 Euro für die erste Aufenthaltserlaubnis, Verlängerungen kosten zwischen 93 und 96 Euro – je nach Dauer.

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