Gründerszene, Durchschnittsalter

Gründerszene: Durchschnittsalter sinkt auf 34 Jahre – 40% unter 30

29.05.2026 - 16:24:45 | boerse-global.de

Die IHK Heilbronn-Franken bietet ein kostenloses Webinar für Teilzeit-Gründer zu rechtlichen und steuerlichen Grundlagen.

Gründerszene: Durchschnittsalter sinkt auf 34 Jahre – 40% unter 30 - Foto: über boerse-global.de
Gründerszene: Durchschnittsalter sinkt auf 34 Jahre – 40% unter 30 - Foto: über boerse-global.de

Die IHK Heilbronn-Franken erweitert ihr digitales Bildungsangebot für Gründer. Am 30. Juni 2026 veranstaltet die Kammer ein spezielles Webinar für alle, die neben dem Hauptjob ein eigenes Unternehmen aufbauen wollen. Die kostenlose Session von 10:00 bis 11:15 Uhr richtet sich an angehende Unternehmer mit einem Nebenerwerbs-Modell.

Praxiswissen für den Start ins zweite Standbein

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Das Webinar deckt ein breites Themenspektrum ab: Von rechtlichen Grundlagen über die Erstellung eines Businessplans bis hin zu Fördermöglichkeiten. Auch Buchhaltung, Steuerfragen und Versicherungspflichten für Teilzeit-Gründer stehen auf dem Programm. Die Anmeldung läuft bereits über das digitale Portal der Kammer.

Am Nachmittag des gleichen Tages folgt ein zweites Webinar – diesmal für die Tourismusbranche. Unter dem Titel „Social Media als Erfolgsfaktor“ erhalten Hotels, Gastronomen und Anbieter touristischer Erlebnisse praktische Tipps für ihre digitale Präsenz.

Jung, dynamisch, gründungswillig

Die Offensive kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die deutsche Gründerszene deutlich verjüngt. Der aktuelle KfW Gründungsmonitor 2026 zeigt: Das Durchschnittsalter der Gründer ist auf ein Rekordtief von knapp 34 Jahren gesunken. 40 Prozent aller Gründer sind unter 30 Jahre alt – und mehr als jeder Fünfte aus dieser Gruppe startet direkt von der Universität aus.

Doch die Begeisterung der Jungen trifft auf alte Probleme: Bürokratie bleibt das größte Hindernis. Die befragten Gründer fordern weniger Verwaltungsaufwand, um sich stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren zu können.

Regionale Unterstützungsnetzwerke wachsen

Auch andere Kammern und Wirtschaftsförderer reagieren auf den Beratungsbedarf. Die IHK in Ansbach – zuständig für rund 30.000 Mitgliedsunternehmen – bietet am 15. Juni 2026 ein Online-Event unter dem Titel „Gründung kompakt“ an. Eine Spezialsession zu Steuerwissen für Startups folgt am 7. Juli 2026.

Weitere Angebote in der Übersicht:

  • Landkreis Osnabrück: Die Wirtschaftsförderung WIGOS bietet am 11. Juni einen persönlichen Förder-Check an. In 45-minütigen vertraulichen Gesprächen prüfen Experten, ob geplante Investitionen für Zuschüsse infrage kommen.
  • Oberösterreich: Die WKO Gmunden lud bereits am 21. Mai zum Gründerfrühstück. Im Fokus standen Erfahrungsberichte und das Kennenlernen des regionalen Unterstützungsnetzwerks.
  • Südbaden: Die Gewerbeschule Schopfheim lädt am 11. Juni zu einem Informationsabend über Ausbildungsmöglichkeiten in Holz- und Metallberufen ein.

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Über die Gründerszene hinaus

Die Digitalisierung von Informationsveranstaltungen gewinnt branchenübergreifend an Fahrt. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und die ABDA starteten am 27. Mai eine digitale Town-Hall-Reihe für Apothekenteams – Schwerpunkt: Arzneimittelsicherheit bei Sommerhitze.

Einen Tag später traf sich die Wirtschaft bei der IHK Magdeburg zu einem runden Tisch über Investitionschancen und Wiederaufbau in der Ukraine. Parallel dazu diskutierten deutsche und ruandische Experten in einem Webinar über Lebensmitteltechnologie – von digitalen Zwillingen für Trocknungsprozesse bis zur Vermeidung von Mykotoxinen in der Nahrungsmittelproduktion.

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