Gewaltprävention: 66% der Kliniken melden steigende Übergriffe
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 00:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Bin dabei!“ gekürt. Die Initiative richtete sich im Schuljahr 2025/26 an Berufsschüler bundesweit. Ziel: für Gewaltprävention in Ausbildung und Berufsleben sensibilisieren.
Von Plakaten bis zum Brettspiel
Sechs Landesverbände prämierten Beiträge, die von Plakaten über Filme bis zu Brettspielen reichten. Die Projekte sollen junge Menschen für Konfliktsituationen im Arbeitsalltag wappnen und ein gewaltfreies Miteinander fördern.
Zu den Erstplatzierten gehören in der Region Mitte/Thüringen die Karl-Volkmar-Stoy-Schule Jena und in Hessen die Arnold-Bode-Schule Kassel. In Rheinland-Pfalz sicherte sich die Theobald-Simon-Schule aus Bitburg den ersten Platz. Weitere Auszeichnungen gingen an das Berufskolleg Senne in Bielefeld, die Berufsschule Seehaus in Neukieritzsch sowie das Staatliche Berufliche Schulzentrum Lindau.
Die Beiträge zeigen laut Organisatoren: Gewaltprävention muss bereits in der Ausbildung verankert sein, um langfristig Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten.
Alarmierende Zahlen aus Kliniken
Die Dringlichkeit solcher Maßnahmen untermauern aktuelle Erhebungen im Gesundheitswesen. Im Rahmen der DGUV-Kampagne #GewaltAngehen berichteten 66 Prozent der Kliniken von einer Zunahme gewalttätiger Vorfälle. Behörden registrierten in fünf Jahren zwischen 1.300 und 1.500 gemeldete Arbeitsunfälle durch Gewalt in Kliniken.
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Medizinische Einrichtungen setzen daher verstärkt auf spezialisierte Schulungen. Am BG Klinikum Duisburg trainieren Mitarbeiter etwa in Deeskalationskursen, Aggression frühzeitig zu erkennen und professionell zu reagieren. Experten betonen: Hinter vielen Eskalationen steckt eine subjektive Notsituation der Beteiligten – gezielte Kommunikation ist der Schlüssel.
Spielerisch zur Arbeitssicherheit
Neben der Gewaltprävention rücken auch innovative Methoden zur allgemeinen Arbeitssicherheit in den Fokus. Die SKF GmbH erhielt den Silbernen Sicherheitspreis der Berufsgenossenschaft Holz und Metall für ihr Projekt „Safety Exit Game“.
Das Konzept vermittelt Sicherheitsvorschriften als Escape Room. Komplexe Gefährdungsbeurteilungen und Verhaltensregeln werden so greifbar. Mit der Auszeichnung qualifizierte sich das Unternehmen für den Wettbewerb um den Goldenen Sicherheitspreis.
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Parallel wurden in Baden-Württemberg beim Schülermedienpreis Projekte geehrt, die sich unter anderem mit Sicherheit im digitalen Raum befassen. Die Initiativen ergänzen eine Präventionskultur, die bereits in der Schulzeit beginnt.
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