Gewalt im ÖPNV: 2.690 Angriffe auf DB-Mitarbeiter im Jahr 2025
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 13:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
2.690 Angriffe auf Deutsche-Bahn-Mitarbeiter zählte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) im Jahr 2025 – ein Anstieg von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders drastisch: Ein 26-jähriger Sicherheitsmitarbeiter stürzte am 17. Juli bei Ettlingen aus einem fahrenden Regionalzug. Er hatte sich mit einem Fahrgast angelegt. Das Opfer schwebt nach ersten Meldungen vom 20. Juli nicht mehr in Lebensgefahr. Doch das Gericht lehnte den Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen ab – Videoaufnahmen ließen Zweifel am dringenden Tatverdacht aufkommen.
Berliner Verkehrsbetriebe setzen auf Kameras
Auch Sexualdelikte nehmen zu. In Berliner Bussen und Bahnen registrierten die Behörden 2025 insgesamt 421 Fälle. Die BVG reagiert mit einem massiven Ausbau der Videoüberwachung. Politische Stimmen fordern indes geschlechtergetrennte Abteile.
Uni Ulm verschärft Schutz vor Übergriffen
Parallel zu den Gewalttaten am Arbeitsplatz rückt der Schutz vor Diskriminierung und sexueller Belästigung in den Fokus. Die Universität Ulm veröffentlichte heute neue Richtlinien. Betroffene können sich künftig vertraulich an spezialisierte Ansprechpersonen wenden – für Unterstützung und Meldungen.
Die Uni Bonn geht einen Schritt weiter: Zum Wintersemester 2026/27 startet ein neuer Masterstudiengang. Er bildet Fachkräfte spezifisch im Schutz vor sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in Organisationen aus.
Rassismus-Studie zeigt strukturelle Probleme in Behörden
Wer die steigende Gewalt gegen Mitarbeiter im ÖPNV eindämmen will, findet in diesem kostenlosen Report die wichtigsten Strategie-Hebel – von Sofortmaßnahmen bis zu rechtlichen Handlungsoptionen. Jetzt kostenlosen Sicherheits-Report anfordern
Diskriminierung bleibt eine Dauerbaustelle. Die im Februar 2026 veröffentlichte InRa-Studie zu Rassismus in Institutionen belegt strukturelle Defizite in deutschen Ämtern. Über 13.000 Beratungsanfragen gingen 2025 bei der Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes ein – rund 1.400 davon bezogen sich auf Vorfälle in Behörden. Hessen reagiert mit verstärkten Fortbildungen für Verwaltungsmitarbeiter.
Protest an Uni Düsseldorf: Streit um Vorlesung zu Trans-Identität
An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eskalierte heute der Konflikt um eine Vorlesung. Der AStA und weitere Studierendenverbände forderten die Absage einer Veranstaltung zum Thema Trans-Identität. Ihr Vorwurf: Transphobie gegen die Dozentin. Die Professorin wies die Kritik zurück – sie wolle Forschungslücken und wissenschaftliche Kontroversen darstellen, nicht diskriminieren.
Elektronische Fußfessel: Ausbau mit 72 neuen Stellen
Bund und Länder setzen verstärkt auf Technologie im Kampf gegen Gewalt. Die elektronische Fußfessel-Überwachung wird massiv ausgebaut – 72 neue Stellen wurden geschaffen. Eine Reform des Gewaltschutzgesetzes soll 2027 in Kraft treten. In Hessen läuft seit 2025 ein spezifisches Überwachungsmodell. Laut Behördenberichten gab es in den überwachten Fällen seither keine körperlichen Übergriffe mehr.
Nach dem Sturz eines Sicherheitsmitarbeiters aus einem fahrenden Zug bei Ettlingen und 2.690 Angriffen auf DB-Beschäftigte im Jahr 2025 wird klar: Wirksame Schutzmaßnahmen sind überfällig. Dieser Report zeigt, wie Sie mit Videoüberwachung und klaren Prozessen Ihre Belegschaft schützen – bevor die nächste Eskalation kommt. Sicherheits-Report jetzt sichern
„Zero HIV Stigma Day“: Diskriminierung im Gesundheitswesen
Auch das Gesundheitswesen kämpft mit Vorurteilen. Am heutigen „Zero HIV Stigma Day“ machte ViiV Healthcare auf die anhaltende Diskriminierung aufmerksam. 52 Prozent der Betroffenen fühlen sich durch Vorurteile beeinträchtigt, 56 Prozent meldeten direkte Diskriminierungserfahrungen in medizinischen Einrichtungen. Experten fordern mehr Aufklärung über den aktuellen Stand der Therapie.
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