Google, Meta

Europaweite Beschwerden gegen Finanzwerbung bei Google & Co.

21.05.2026 - 09:42:40 | dpa.de

Get-rich-Schemen, dubiose Finanzcoachings oder Fake-Onlineshops: Im Internet steckt dahinter oft Betrug. Verbraucherschützer nehmen die großen Plattformen deshalb nun ins Visier.

  • Verbraucher könnten dadurch Opfer von Betrugsmaschen werden, warnte der vzbv. (Symbolbild) - Foto: Stefan Jaitner/dpa-Zentralbild/dpa
    Verbraucher könnten dadurch Opfer von Betrugsmaschen werden, warnte der vzbv. (Symbolbild) - Foto: Stefan Jaitner/dpa-Zentralbild/dpa
  • Ramona Pop: «Google, Meta und TikTok gehen nicht ausreichend gegen Werbung für betrügerische Angebote wie Fakeshops oder unseriöse Finanz-Coachings vor.» (Archivbild) - Foto: Britta Pedersen/dpa
    Ramona Pop: «Google, Meta und TikTok gehen nicht ausreichend gegen Werbung für betrügerische Angebote wie Fakeshops oder unseriöse Finanz-Coachings vor.» (Archivbild) - Foto: Britta Pedersen/dpa
Verbraucher könnten dadurch Opfer von Betrugsmaschen werden, warnte der vzbv. (Symbolbild) - Foto: Stefan Jaitner/dpa-Zentralbild/dpa Ramona Pop: «Google, Meta und TikTok gehen nicht ausreichend gegen Werbung für betrügerische Angebote wie Fakeshops oder unseriöse Finanz-Coachings vor.» (Archivbild) - Foto: Britta Pedersen/dpa

Verbraucherorganisationen werfen Google, Meta und TikTok vor, nicht entschieden genug gegen betrügerische Finanzwerbung vorzugehen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der europäische Verbraucherverband BEUC und gut zwei Dutzend weitere Organisationen aus Europa reichten deshalb Beschwerden bei der EU-Kommission und nationalen Behörden ein, wie die Organisationen mitteilten. 

Kritisiert werden unter anderem Anzeigen für angeblich risikofreie Geldanlagen, unrealistisch hohe Renditen oder dubiose Finanz-Coachings. Verbraucher könnten dadurch Opfer von Betrugsmaschen werden, warnt der vzbv.

Nur gut jede vierte Anzeige gelöscht

Zwischen Dezember 2025 und März 2026 wurden fast 900 verdächtige Werbeanzeigen gemeldet. Gelöscht wurde davon aber nur gut jede vierte Anzeige (27 Prozent). Mehr als die Hälfte der Hinweise (52 Prozent) sei ignoriert oder abgelehnt worden.

Die Plattformen gingen nicht ausreichend gegen betrügerische Angebote vor, sagte vzbv-Chefin Ramona Pop. «Das muss sich ändern.» Anbieter müssten verhindern, dass Verbraucher über Online-Plattformen zu Betrugsopfern würden.

Der vzbv bereitet zudem eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur vor. Die Organisationen fordern, die Plattformen stärker an Vorgaben des europäischen Digital Services Act (DSA) zu binden. Bei Verstößen müsse es Konsequenzen und mögliche Geldbußen geben, so die Forderung.

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