Gesundheitsmanager: Nachfrage springt um 100+ Stellen Ende Juni
27.06.2026 - 23:36:17 | boerse-global.de
Personaloffensive bei Medien und Industrie
Der Arbeitsmarkt für Gesundheitsmanager ist zum Ende des ersten Halbjahres 2026 extrem dynamisch. Branchenübergreifend suchen Unternehmen nach Experten.
Axel Springer schreibt in Berlin eine Stelle als Betrieblicher Gesundheitsmanager aus. Die Position ist als Elternzeitvertretung auf 18 Monate befristet. Zu den Kernaufgaben gehören die Steuerung von Health-Angeboten und BGM-Prozessen.
Auch QIAGEN sucht am Standort Hilden eine Fachkraft. Der Schwerpunkt liegt auf dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM). Hier geht es um die Koordination von Wiedereingliederungsprozessen nach SGB IX.
Die hohe Nachfrage bestätigt ein Blick auf Karriereportale: Ende Juni 2026 waren auf XING über 100 Stellen für Referenten im Gesundheitsmanagement gelistet. Darunter Angebote der Ärztekammer Nordrhein und des Verbands der Ersatzkassen (vdek). In Ballungszentren wie Köln finden sich aktuell über 4.000 Stellen mit Bezug zum betrieblichen Gesundheitsschutz.
Klinikum Osnabrück setzt neue Maßstäbe
Neben klassischer Gesundheitsförderung rücken spezifische Schutzkonzepte in den Fokus. Das Klinikum Osnabrück hat eine vertrauliche Erstkontaktstelle gegen sexuelle Belästigung etabliert.
Verantwortlich ist Stephanie Nobis, zuständig für Personalentwicklung und BGM. Vertrauenspersonen wie Sozialarbeiter agieren unter Schweigepflicht. Das soll Hürden für Betroffene abbauen. In den ersten drei Wochen gab es bereits fünf Meldungen – ein klares Zeichen für den Bedarf.
Die Nachfrage nach Gesundheitsmanagern ist sprunghaft gestiegen – über 100 Stellen allein auf XING. Mit dem kostenlosen Stellenmarkt-Check sehen Sie, welche Qualifikationen gefragt sind und ob Ihr Unternehmen wettbewerbsfähig aufgestellt ist. Stellenmarkt-Check per E-Mail anfordern
Weltweit erste Professur für Musikermedizin
Die wissenschaftliche Spezialisierung im Gesundheitsbereich entwickelt sich rasant. Anfang des Jahres besetzte die Hochschule Osnabrück die weltweit erste Professur für „Performing Arts Physiotherapy“.
Ziel ist die physiotherapeutische Unterstützung von Profi-Musikern. Berufsbedingte körperliche Belastungen sollen so verhindert werden. Für die kommenden zwei Jahre ist zudem ein entsprechender Masterstudiengang geplant.
Ambulante Versorgung unter Druck
Während Unternehmen in Gesundheitsvorsorge investieren, gibt es strukturelle Veränderungen in der ambulanten Versorgung. Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin stellt Förderprogramme für Praxisneugründungen zum Jahr 2027 ein.
Grund sind die Auswirkungen des GKV-Spargesetzes unter Gesundheitsministerin Nina Warken. Bisher konnten Mediziner bei Praxisübernahmen Zuschüsse von bis zu 70.000 Euro erhalten.
Hilfe für kleine Betriebe
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Für kleinere Unternehmen bleiben unterstützende Angebote bestehen. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall bietet Anfang Juli ein Grundlagenseminar in Saarbrücken an. Es richtet sich gezielt an Unternehmer mit bis zu 50 Beschäftigten.
Ergänzt wird das durch regionale Präventionsinitiativen. In Brandenburg gibt es vermehrt begleitete Gesundheitswanderungen für Menschen mit Demenz in Potsdam. Auch inklusive Sportgruppen in Bernau fördern den integrativen Ansatz der Gesundheitsvorsorge.
