Gesundheitskiosk, Aachen

Gesundheitskiosk Aachen: 2.483 Beratungen zeigen Erfolg dezentraler Prävention

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 05:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Gesundheitskiosk in der StädteRegion Aachen zog 2025 eine positive Bilanz mit tausenden Beratungen, trotz Wegfall der gesetzlichen Basis auf Bundesebene.

Aachener Gesundheitskiosk: 2.483 Beratungen trotz fehlender Rechtsgrundlage
Einladender, moderner Beratungsraum für Gesundheitsförderung mit Fokus auf Barrierefreiheit und menschliche Interaktion. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Gesundheitskiosk in der StädteRegion Aachen hat für das Jahr 2025 eine Bilanz von insgesamt 2.483 Erst- und Folgeberatungen vorgelegt. Wie aus den aktuellen Auswertungen hervorgeht, unterstreicht diese Zahl die Bedeutung des dezentralen Versorgungsangebots, das bereits am 1. April 2022 als erster Gesundheitskiosk in Nordrhein-Westfalen den Betrieb aufnahm. Trotz veränderter Rahmenbedingungen auf Bundesebene bleibt die Einrichtung eine zentrale Anlaufstelle für die Gesundheitsförderung in der Region.

Niedrigschwelliger Zugang durch Mehrsprachigkeit und dezentrale Standorte

Ein wesentliches Merkmal des Konzepts ist die Überwindung von Zugangsbarrieren. Das Beratungsteam deckt ein Spektrum von acht Sprachen ab, darunter Deutsch, Englisch, Türkisch, Russisch, Ukrainisch, Polnisch, Arabisch und Kurdisch. Die Geschäftsführerin der Trägergesellschaft SPRUNGbrett gGmbH, Elif Tunay-Cot, hob in diesem Zusammenhang hervor, dass die sprachliche Vielfalt und die Niedrigschwelligkeit der Beratung entscheidende Faktoren für den Erfolg des Modells seien.

Die räumliche Präsenz des Angebots erstreckt sich über den Hauptstandort in den Aachen Arkaden sowie zusätzliche Zweigstellen in neun Kommunen der StädteRegion. Um auch Personen in entlegeneren Gebieten oder mit eingeschränkter Mobilität zu erreichen, kommt zudem ein mobiler Gesundheitsbus zum Einsatz.

Zielgruppen und Schwerpunkte der Präventionsarbeit

Die statistische Auswertung der Nutzerdaten zeigt, dass insbesondere Personen im Alter zwischen 35 und 64 Jahren sowie Senioren das Angebot in Anspruch nehmen. Die größte Gruppe nach Nationalitäten bilden dabei ukrainische Staatsangehörige. Laut der Leiterin der Einrichtung, Andrea Klebingat, bestehe bei den Ratsuchenden ein erheblicher Unterstützungsbedarf, wobei das Vertrauen der Nutzer in das Beratungsangebot stetig wachse.

Anzeige

Der Gesundheitskiosk Aachen hat 2025 insgesamt 2.483 Beratungen durchgeführt – trotz Wegfalls der gesetzlichen Grundlage im Februar 2025. Wie das Modell funktioniert und wie Sie es auf Ihre Kommune übertragen, zeigt dieser kostenlose Leitfaden. Praxisleitfaden Gesundheitskiosk jetzt anfordern

Inhaltlich konzentriert sich die Arbeit des Gesundheitskiosks auf folgende Bereiche:
* Allgemeine Prävention und Gesundheitsaufklärung
* Unterstützung bei der Antragstellung für Sozial- und Gesundheitsleistungen
* Vermittlung zu niedergelassenen Ärzten und Fachstellen
* Themenschwerpunkte Ernährung, Bewegung und seelische Gesundheit

Ergänzt wird das Portfolio durch spezifische Kooperationsprojekte. Dazu zählen das Programm „Mach dich fit“ der AOK Rheinland/Hamburg sowie ein spezielles Bewegungsangebot für Frauen, das in Zusammenarbeit mit der Yunus Emre Moschee realisiert wird.

Finanzierung und rechtliche Rahmenbedingungen

Anzeige

Besonders ältere Menschen und Migranten haben oft keinen Zugang zu Präventionsangeboten. Der Aachener Gesundheitskiosk erreicht sie durch Mehrsprachigkeit, dezentrale Standorte und einen mobilen Bus. Erfahren Sie in diesem Report, wie Sie Barrieren in Ihrer Region abbauen. Barrierefreie Prävention – Report sichern

Die strukturelle Absicherung des Gesundheitskiosks erfolgt durch eine Kooperation zwischen der SPRUNGbrett gGmbH, der StädteRegion Aachen und der AOK Rheinland/Hamburg. Diese Zusammenarbeit ist vor dem Hintergrund einer veränderten Gesetzgebung von besonderer Relevanz.

Seit Februar 2025 besteht für solche Einrichtungen keine explizite gesetzliche Grundlage mehr auf Bundesebene. Dennoch wird der Fortbetrieb in der StädteRegion Aachen sichergestellt. Die Finanzierung wird weiterhin durch die AOK Rheinland/Hamburg gemeinsam mit der StädteRegion getragen, um die Kontinuität der gesundheitlichen Beratung und die präventive Arbeit vor Ort aufrechtzuerhalten. Die Partner reagieren damit auf den dokumentierten Bedarf an wohnortnahen, barrierefreien Gesundheitsdienstleistungen, die über die klassische medizinische Behandlung hinausgehen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wirtschaft | 69873856 |