Geschäftsreisen, Firmen

Geschäftsreisen 2026: 59% der Firmen kämpfen mit Preiserhöhungen

28.05.2026 - 19:05:49 | boerse-global.de

Streiks, steigende Preise und geopolitische Risiken belasten die Geschäftsreisebranche. Unternehmen reagieren mit Budgetkürzungen und mehr Vorsicht.

Geschäftsreisen 2026: 59% der Firmen kämpfen mit Preiserhöhungen - Foto: über boerse-global.de
Geschäftsreisen 2026: 59% der Firmen kämpfen mit Preiserhöhungen - Foto: über boerse-global.de

Arbeitskämpfe, geopolitische Unsicherheiten und steigende Preise setzen Unternehmen unter Druck – und zwingen sie zu neuen Strategien.

Anzeige

Werden Dienstreisen durch Streiks oder Sperrungen komplizierter, ist eine effiziente Verwaltung der Kosten umso wichtiger. Dieses kostenlose Excel-Tool hilft Ihnen, Inlands- und Auslandsreisen schnell und mit allen aktuellen Pauschalen abzurechnen. Kostenlosen Reisekostenrechner jetzt herunterladen

Warnstreik legt Saarbahn lahm

Am heutigen Donnerstagmorgen hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Regionalverkehr im Saarland massiv gestört. Zwischen 3:00 und 11:00 Uhr bestreikten rund 80 Triebfahrzeugführer das Saarbahn-Netz. Die Strecke zwischen Lebach und Saargemünd kam komplett zum Erliegen. Die GDL fordert rückwirkend zum 1. Januar 2026 acht Prozent mehr Lohn, höhere Zulagen und verbesserte Altersvorsorge. Die Busse fuhren planmäßig, der Schienenverkehr normalisierte sich erst am Nachmittag.

Ein weiteres Nadelöhr droht am Samstag: Die Brenner-Autobahn wird zwischen 11:00 und 19:00 Uhr für acht Stunden gesperrt – Grund ist eine Demonstration. Für Geschäftsreisende bedeutet das: Wer individuell bucht, trägt in der Regel das Ankunftsrisiko selbst. Bei Pauschalreisen hingegen kann eine massive Verkehrsstörung als Reisemangel gelten – dann sind anteilige Erstattungen möglich.

Unternehmen werden vorsichtiger

Der „Business Travel Sentiment Barometer 2026" des Deutschen Reiseverbands (VDR) zeichnet ein gemischtes Bild. Befragt wurden 78 Unternehmen zwischen Ende April und Mitte Mai. Das Ergebnis: 61 Prozent erwarten stabile oder leicht steigende Reisevolumina. Doch 32 Prozent rechnen mit einem Rückgang.

Die größten Bremsen? Preiserhöhungen – sie belasten 59 Prozent der Firmen. Geopolitische Instabilitäten beeinflussen die Entscheidungen von 47 Prozent der Befragten. Und 44 Prozent kämpfen mit Budgetkürzungen.

Anzeige

Die manuelle Abrechnung von Reisekosten kostet in Zeiten knapper Budgets unnötig viel Zeit und Geld. Smarte Unternehmer nutzen daher dieses gratis Tool, das den gesamten Prozess inklusive aller weltweiten Länder-Pauschalen automatisiert. Hier das gratis Excel-Tool für Reisekosten sichern

Besonders auffällig: 44 Prozent der Unternehmen agieren vorsichtiger als vor dem Iran-Konflikt. Kurze Reisen dominieren – 34 Prozent aller Geschäftsreisen dauern maximal einen Tag, 38 Prozent zwei bis drei Tage. Trotz aller Hürden halten 83 Prozent der europäischen Geschäftsreisenden Dienstreisen für unverzichtbar, um Unternehmensziele zu erreichen.

Lufthansa gibt Geld-zurück-Garantie

Die Sorge um die Kerosinversorgung hat die Luftfahrtbranche aufgeschreckt. Lufthansa-Vorstand Dieter Vranckx stellte am Mittwoch klar: An den Drehkreuzen Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom gebe es für den Sommer keine Anzeichen für Engpässe. Zwar fließt rund ein Viertel des europäischen Kerosins durch die Straße von Hormus. Doch der Konzern gleicht mögliche Lieferausfälle durch höhere Importe aus den USA und Afrika sowie maximierte Produktion in europäischen Raffinerien aus.

Um die Buchungssicherheit zu erhöhen, hat die Lufthansa Group eine Geld-zurück-Garantie eingeführt: Fallen Flüge wegen Treibstoffmangels aus, erhalten Passagiere den vollen Ticketpreis zurück oder können umbuchen. Fraport-Chef Stefan Schulte bestätigte am Mittwoch, die Treibstoffversorgung in Deutschland und Europa sei für mehrere Monate gesichert – möglicherweise bis Jahresende. Das widerspricht früheren Warnungen der Internationalen Energieagentur (IEA), die für Billigflieger Engpässe binnen sechs Wochen vorhergesagt hatte.

Ausgaben steigen – Budgets bleiben stabil

Die europäischen Geschäftsreiseausgaben sollen 2026 auf rund 389,9 Milliarden Euro steigen – ein Plus von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch die Kehrseite: Rund 60 Prozent der Unternehmen melden stabile Meeting- und Event-Budgets. Bei steigenden Servicegebühren wird strengeres Kostenmanagement zur Pflicht.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 69435066 |