Generation, Arbeitsplatz

Generation Z am Arbeitsplatz: 28% erleben Generationenkonflikte

02.06.2026 - 01:48:26 | boerse-global.de

Kleine und mittlere Betriebe tun sich schwer mit Prävention, während Konzerne systematische Gesundheitsangebote etablieren.

Generation Z am Arbeitsplatz: 28% erleben Generationenkonflikte - Bild: über boerse-global.de
Generation Z am Arbeitsplatz: 28% erleben Generationenkonflikte - Bild: über boerse-global.de

Während Großkonzerne auf systematisches Gesundheitsmanagement setzen, tun sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) schwer mit Prävention. Das zeigt ein Blick auf aktuelle Zahlen und Studien.

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AOK betreut immer mehr Firmen in Sachsen-Anhalt

Die AOK Sachsen-Anhalt begleitete 2025 rund 1.160 Unternehmen im Bereich betrieblicher Gesundheitsförderung. 2016 waren es noch 682. Der Zuwachs ist deutlich – doch viele Betriebe machen nicht mit.

Die Gründe: Fehlende Zeit und personelle Engpässe. Viele Chefs räumen dem Thema erst Priorität ein, wenn akute Ausfälle den Betrieb gefährden. Dabei sind betriebliche Krankenversicherung (bKV) und Gesundheitsmanagement (BGM) erwiesenermaßen wirksame Instrumente gegen hohe Fehlzeiten.

Generation Z: Weniger krank, aber anders belastet

Ein Gesundheitsreport vom Juli 2025 zeigt: Beschäftigte unter 30 Jahren fehlten 2024 zu 4,7 Prozent krankheitsbedingt. Der Gesamtdurchschnitt lag bei 5,4 Prozent. Junge Arbeitnehmer sind also seltener krankgeschrieben – aber spezifisch belastet.

Rund 28 Prozent von ihnen erleben Generationenkonflikte am Arbeitsplatz. Das ist deutlich mehr als der Durchschnitt von 23 Prozent. Ein Viertel der Betroffenen fühlt sich stark belastet. Besonders betroffen: Gesundheitswesen und Erziehungsbereich mit 30 Prozent.

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Kritisch sehen Experten den sogenannten Präsentismus: 65 Prozent der jungen Beschäftigten gingen trotz Krankheit zur Arbeit. Und 26 Prozent berichteten von depressiven Symptomen.

Große Unternehmen gehen voran

Die Umsetzung von Gesundheitsangeboten hängt stark von der Unternehmensgröße ab. Die mhplus Krankenkasse etwa wurde im Juli 2025 für ihr internes Konzept ausgezeichnet. Dazu gehören ergonomische Arbeitsplätze, Online-Vorträge und medizinische Check-ups an 16 Standorten. Zentrales Element: eine interne digitale Plattform für die über 1.000 Mitarbeiter.

Wirtschaftsweisen fordern Lenkungssteuern

Die Diskussion um Gesundheitsprävention bekommt neue Impulse. Die Wirtschaftsweisen schlugen Ende Mai in ihrem Frühjahrsgutachten vor, über reine Informationsangebote hinauszugehen. Konkret empfehlen sie Lenkungssteuern auf Alkohol und stark zuckerhaltige Lebensmittel sowie Werbebeschränkungen.

Solche Rahmenbedingungen könnten – ergänzend zur betrieblichen Förderung – die allgemeine Krankheitslast senken. Ob die Politik die Vorschläge aufgreift, bleibt abzuwarten.

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