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Generation Z: 76,8% arbeiten – höchste Quote seit Jahrzehnten

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 11:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen stieg bis 2025 auf 76,8 Prozent. Haupttreiber ist die zunehmende Arbeit neben dem Studium.

IAB-Studie: Erwerbsquote der Generation Z erreicht Rekordhoch
Ein junger Erwachsener arbeitet konzentriert an einem Laptop in einem modernen, hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Erwerbsquote junger Erwachsener in Deutschland hat in den vergangenen zehn Jahren einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Wie aus einer am 12. August 2026 veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht, stieg die Quote der 20- bis 24-Jährigen zwischen 2015 und 2025 um 7,1 Prozentpunkte auf insgesamt 76,8 Prozent. Damit ist die sogenannte Generation Z, die die Jahrgänge von 1995 bis 2010 umfasst, so häufig erwerbstätig wie seit Jahrzehnten keine junge Generation zuvor.

Deutlicher Zuwachs im Vergleich zu älteren Altersgruppen

Die Daten des IAB verdeutlichen, dass die Dynamik am Arbeitsmarkt bei den jüngeren Erwerbstätigen wesentlich ausgeprägter ist als in der breiten Erwerbsbevölkerung. Während die Quote bei den 20- bis 24-Jährigen seit 2015 um über 7 Prozentpunkte auf knapp 77 Prozent kletterte, fiel der Zuwachs bei den 25- bis 64-Jährigen moderater aus. In dieser Vergleichsgruppe stieg die Erwerbsquote im selben Zeitraum lediglich um 3,1 Prozentpunkte.

Auch in der kurzfristigen Betrachtung setzt sich dieser Trend fort. Seit dem Jahr 2023 verzeichnete die Gruppe der 20- bis 24-Jährigen ein Plus von 0,9 Prozentpunkten bei der Erwerbsbeteiligung. Bei den älteren Erwerbstätigen im Alter von 25 bis 64 Jahren lag das Wachstum seit 2023 hingegen bei lediglich 0,4 Prozentpunkten.

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Erwerbstätigkeit während des Studiums als Haupttreiber

Als wesentlicher Grund für die steigenden Zahlen wird eine veränderte Verhaltensweise während der Ausbildung identifiziert. Den IAB-Daten zufolge arbeiten immer mehr Studierende nebenbei. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den 20- bis 24-jährigen Studierenden: In dieser Teilgruppe stieg die Erwerbsquote zwischen 2015 und 2023 um 19 Prozentpunkte an und erreichte damit einen Wert von 56 Prozent.

Die statistischen Auswertungen stützen zudem die Einschätzung, dass die Generation Z faktisch kaum die Möglichkeit hatte, sich der Erwerbsarbeit zu entziehen. Die ökonomischen Rahmenbedingungen und die Struktur der Bildungswege hätten dazu geführt, dass eine frühzeitige Integration in den Arbeitsmarkt für viele zum Standard geworden sei.

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Hohe Leistungsbereitschaft in aktuellen Befragungen bestätigt

Die Ergebnisse der Arbeitsmarktstatistik decken sich mit soziologischen Untersuchungen zur Einstellung junger Menschen. Die am 12. August 2026 vorgestellte Studie „Jugend in Deutschland 2026“, für die bundesweit 2.000 Personen im Alter von 14 bis 29 Jahren befragt wurden, bescheinigt der jungen Generation eine hohe Leistungsbereitschaft.

Nach Ansicht der Arbeitsmarktforscher des IAB widerlegen die aktuellen Daten den oft geäußerten Vorwurf einer mangelnden Arbeitsmoral oder einer „faulen Jugend“. Die Kombination aus der IAB-Studie und den Befragungswerten zeichnet vielmehr das Bild einer Generation, die bereits während der Qualifizierungsphase in hohem Maße am Wirtschaftsleben teilnimmt und eine starke Orientierung an beruflicher Leistung zeigt.

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