Geldwäsche-Aufsicht, AMLA

Geldwäsche-Aufsicht: AMLA kontrolliert ab 2027 rund 40 Hochrisiko-Institute

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 23:29 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die neue EU-Behörde AMLA verabschiedet einheitliche Regeln zur Geldwäschebekämpfung. Ab 2027 drohen Instituten hohe Bußgelder.

AMLA beschließt neue EU-Standards gegen Geldwäsche
Ein stilisiertes digitales Schloss mit den Buchstaben "AMLA" vor einem Hintergrund aus Finanzdaten, das Geldwäscheprävention symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die neue europäische Anti-Geldwäsche-Behörde AMLA hat zentrale technische Standards für die EU-weite Überwachung verabschiedet.

Die Regeln legen fest, wie Verstöße künftig klassifiziert werden und welche Sanktionen drohen. Ziel ist eine lückenlose Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in allen 27 Mitgliedstaaten.

Frankfurt wird zur Drehscheibe der Finanzaufsicht

Die AMLA mit Sitz in Frankfurt ist seit dem 1. Juli 2025 operativ tätig. Seit Jahresbeginn hat sie bereits die Anti-Geldwäsche-Befugnisse von der Europäischen Bankenaufsicht übernommen.

Mit den neuen technischen Standards wächst das Fundament für das sogenannte „Single Rulebook“. Ab dem 10. Juli 2027 gelten die Regeln in allen EU-Staaten verbindlich.

Ein besonders scharfes Schwert: Die AMLA plant, ab Ende 2027 oder Anfang 2028 rund 40 Hochrisiko-Institute direkt zu kontrollieren. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10 Millionen Euro oder 10 Prozent des Jahresumsatzes.

Bargeldgrenze und Krypto-Kontrollen kommen

Ab Juli 2027 greifen verschärfte Regeln für Barzahlungen. Händler müssen Kunden ab 3.000 Euro identifizieren und die Daten fünf Jahre lang aufbewahren.

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Während die EU die Bargeldgrenzen verschärft, rückt auch die totale Transparenz privater Vermögenswerte immer näher. Dieser kostenlose Report enthüllt die Pläne hinter dem EU-Vermögensregister und liefert einen konkreten 5-Schritte-Plan zum Schutz Ihres Ersparten. Was Brüssel über Ihr Vermögen wissen will – und wie Sie sich schützen können

Auch bei digitalen Vermögenswerten ziehen die Behörden die Schrauben an. Seit Januar 2026 melden Krypto-Dienstleister Nutzer- und Transaktionsdaten an die Finanzämter. Die AMLA warnte Ende Juni zudem vor spezifischen Risiken bei Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Krypto-Bereich.

Bafin beziffert Cum-Ex-Belastung auf sieben Milliarden

Während die EU-Strukturen wachsen, arbeiten nationale Aufseher Altlasten auf. Eine Bafin-Umfrage ergab: Deutsche Institute drohen Belastungen von rund 7,01 Milliarden Euro aus Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäften. Allein 4,82 Milliarden entfallen auf Cum-Cum-Konstruktionen.

59 Prozent dieser Summen sind bereits beglichen. Die Bafin betont: Kein Institut ist in seiner Existenz gefährdet. Dennoch prüfen die Behörden die Governance und die Verantwortung einzelner Manager.

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Die zunehmende staatliche Kontrolle betrifft nicht nur Großbanken, sondern jeden privaten Sparer und Anleger in Deutschland. Finanzexperten empfehlen deshalb: Wer jetzt handelt, kann sich vor den Folgen des EU-Vermögensregisters schützen – ein kostenloser Report zeigt die notwendigen Schritte. 5 Schritte, mit denen Deutsche ihr Vermögen jetzt absichern

Für den 10. Dezember 2026 plant die Bafin eine digitale Fachtagung. Schwerpunkte: aktuelle Betrugsfälle und die Vorbereitung auf die AMLA-Aufsicht.

Australien bestraft deutsches Bankhaus

Dass Kontrollmängel auch international teuer werden können, zeigt ein aktueller Fall. Die australische Finanzaufsicht ASIC verhängte eine Strafe von 2 Millionen AUD gegen ein führendes deutsches Bankhaus.

Grund: fehlerhafte Meldungen von Derivatetransaktionen. Die Probleme entstanden durch eine falsche Übertragung von US-Melderegeln auf das australische System. Die ASIC rügte ausdrücklich systemische Mängel bei der Datenübermittlung.

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