Gehaltsreport, Fachärzte

Gehaltsreport 2026: Fachärzte und KI-Experten verdienen am meisten

19.06.2026 - 13:13:37 | boerse-global.de

Stepstone-Report zeigt: Mediziner und IT-Spezialisten verdienen am besten. Der bundesweite Bruttomedian liegt bei 53.900 Euro.

Gehaltsreport 2026: Fachärzte und KI-Experten vorn
Gehaltsreport - Eine Gruppe von Fachkräften, darunter Ärzte und IT-Spezialisten, arbeitet in einem modernen Büro- und Krankenhausumfeld zusammen. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mediziner bleiben die Spitzenverdiener. Laut Stepstone Gehaltsreport 2026 knacken Fachärzte regelmäßig die 100.000-Euro-Marke. In der Inneren Medizin liegt das Mediangehalt bei 102.500 Euro. Chefarzte kommen auf rund 200.000 Euro.

Anzeige

Wer Personalverantwortung trägt, profitiert zwar von höheren Gehältern, steht aber auch vor komplexen Führungsaufgaben. Dieser kostenlose Ratgeber unterstützt Sie dabei, den passenden Führungsstil für jede Situation zu finden und die Teamproduktivität nachhaltig zu steigern. Kostenloses E-Book mit Führungsstil-Checkliste sichern

IT-Branche holt auf

Der IT-Sektor festigt seinen Ruf als Hochlohnbranche. IT-Fachkräfte verdienen im Schnitt 66.750 Euro. Spezialisierungen treiben die Gehälter massiv nach oben. Cloud-Consultants und IT-Berater erzielen laut Robert Half Gehaltsübersicht 2026 Jahresgehälter von über 100.000 Euro – konkret rund 106.750 Euro.

KI-Entwickler liegen im Schnitt bei 92.000 Euro. Machine Learning Engineers kommen auf etwa 87.000 Euro. Im oberen Quartil sind für KI-Spezialisten sogar Gehälter bis 89.400 Euro dokumentiert.

Bildung und Führung zahlen sich aus

Akademiker verdienen mit durchschnittlich 68.250 Euro deutlich mehr als Beschäftigte ohne Studienabschluss (51.200 Euro). Wer Personalverantwortung trägt, bekommt rund 21 Prozent mehr Gehalt. Führungskräfte kommen auf etwa 62.000 Euro, Fachkräfte ohne Leitungsfunktion auf 51.200 Euro.

Regional führen Hamburg, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg die Tabellen an. In Hamburg stiegen die Reallöhne im ersten Quartal 2026 um 1,9 Prozent. Grund ist unter anderem die Anhebung des Mindestlohns auf 13,90 Euro zum Jahreswechsel.

Der Gender-Pay-Gap bleibt bei 16 Prozent. Frauen verdienten zuletzt im Schnitt 23 Euro pro Stunde, Männer 27,24 Euro.

Transparenz? Fehlanzeige

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie fordert Gehaltsangaben in Stellenanzeigen. In Deutschland ist das die Ausnahme. Im ersten Quartal 2026 enthielten nur 23 Prozent der Ausschreibungen konkrete Zahlen. Die Bundesregierung ließ die Umsetzungsfrist zum 7. Juni 2026 verstreichen.

Die Industrie kämpft derweil mit Personalabbau. Eine IW-Studie zeigt: Zwischen 2019 und 2025 gingen rund 420.000 Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe verloren. Für 2026 planen 37 Prozent der Industrieunternehmen weitere Stellenstreichungen. Nur 14 Prozent wollen neu einstellen.

Anzeige

Angesichts geplanter Stellenstreichungen und beruflicher Veränderungen gewinnen rechtssichere Vereinbarungen an Bedeutung. Erfahren Sie in diesem Experten-Report, wie Sie Aufhebungsverträge ohne teure Fehler aufsetzen und langwierige Gerichtsverfahren vermeiden. Gratis-Ratgeber mit Musterformulierungen herunterladen

Steigende Abgaben für Gutverdiener

Für Besserverdienende zeichnen sich höhere Sozialabgaben ab. Prognosen für 2027 sagen eine deutliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung voraus – um 3.600 Euro auf rund 76.489 Euro. Das belastet die Mittelschicht und erschwert den Wechsel in die private Krankenversicherung.

Der demografische Wandel verschärft den Fachkräftemangel. Bis 2036 erreichen knapp 20 Millionen Babyboomer das Rentenalter. Die Erwerbsbevölkerung schrumpft um schätzungsweise 4,3 Millionen Menschen. Arbeitgeber reagieren mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und Weiterbildungsangeboten, um hochqualifizierte Fachkräfte zu halten.

de | wirtschaft | 69582040 |