Gefahrstoff-Großübung in Hattersheim: Rund 100 Kräfte trainieren den Ernstfall
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 00:14 Uhr | Redaktion boerse-global.deAm 24. Oktober 2026 haben das Polizeipräsidium Westhessen und die Feuerwehren des Main-Taunus-Kreises einen gemeinsamen Übungstag für außergewöhnliche Einsatzlagen abgehalten. Rund 100 Einsatzkräfte trainierten auf dem Gelände der ehemaligen Polizeistation in Hattersheim am Main sowie im angrenzenden Umfeld die behördenübergreifende Zusammenarbeit. Unterstützt wurden sie dabei von Entschärfern des Hessischen Landeskriminalamtes.
Gefahrenabwehr nach Zwischenfall in Chemieunternehmen
Ausgangspunkt des Trainingsszenarios war ein Vorfall in einem chemikalienverarbeitenden Unternehmen. Um der Komplexität einer solchen Gefahrenlage zu begegnen, brachte das Polizeipräsidium Westhessen speziell geschulte Sprengstoffermittlungsbeamte und Spezialkräfte in den Ablauf ein. Flankiert wurden diese Maßnahmen von Entschärfern des Hessischen Landeskriminalamtes, die das Vorgehen bei potenziellen Explosionsrisiken absicherten.
Ute Jacobs, Leiterin der Abteilung Einsatz beim Polizeipräsidium Westhessen, unterstrich vor Ort die Notwendigkeit der Kooperation. Sie betonte, dass derartige Einsatzlagen von keiner Organisation allein bewältigt werden könnten.
Feuerwehr und Katastrophenschutz im Messeinsatz
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Aufseiten der Feuerwehren des Main-Taunus-Kreises waren mehrere spezialisierte Einheiten in das Szenario eingebunden. Neben der GABC-Führung und der GABC-Messgruppe operierten der Gefahrstoff-Dekontaminations-Zug (G-Dekon-Zug) sowie Gefahrstoff-ABC-Fachberater des Katastrophenschutzes des Landes Hessen. Der Kreisfeuerwehrverband Main-Taunus e.V. meldete das Training als Gefahrstoff-Großübung mit rund 100 Einsatzkräften.
Das Aufgabenspektrum der Rettungskräfte umfasste im Kern drei Säulen: die fachliche Beratung der gemeinsamen Einsatzleitung, das strukturierte Messen und Nachweisen austretender Gefahrstoffe sowie die Dekontamination von Einsatzkräften, die im kontaminierten Bereich agierten.
Beobachter aus Behörden und Nachbardienststellen
Das Zusammenspiel der Kräfte stieß auch überregional auf Interesse. Beobachter anderer hessischer Polizeipräsidien verfolgten das Geschehen in Hattersheim, um Erkenntnisse für vergleichbare Einsatzszenarien im eigenen Zuständigkeitsbereich abzuleiten.
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Zudem waren Vertreter der unteren Katastrophenschutzbehörde des Main-Taunus-Kreises vor Ort, um die behördlichen Abstimmungsprozesse und die Schnittstellen zwischen den beteiligten Organisationen zu begleiten.
