Gefahrgut-Unfälle in Österreich: Tanklaster mit 13.000 Litern stürzt ab
28.05.2026 - 01:30:43 | boerse-global.de
Besonders brisant: Ein Tanklaster mit 13.000 Litern hoch entzündlicher Lösungsmittel stürzte in Villach einen Abhang hinab.
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Havarie auf der Infineon Straße: Fahrer eingeklemmt
Der Unfall ereignete sich am Mittwoch gegen 9:30 Uhr auf der Infineon Straße. Ein 65-jähriger Deutscher verlor die Kontrolle über seinen Sattelzug. Der Lkw durchbrach die Leitplanke und stürzte eine Böschung hinunter. Der Fahrer blieb im Führerhaus eingeklemmt.
Die Feuerwehr rückte mit 60 Einsatzkräften an. Die Bergung gestaltete sich schwierig: Der Tank enthielt 13.000 Liter hochentzündliche Lösungsmittel. Jeder Funke hätte eine Katastrophe auslösen können. Die Spezialkräfte sicherten die Gefahrgutbehälter – eine Arbeit, die rund acht Stunden dauerte. Insgesamt lief der Einsatz fast elf Stunden. Der verletzte Fahrer kam nach einer Erstversorgung an der Unfallstelle ins LKH Villach.
Chlor-Gas-Alarm im Hotel-Wellnessbereich
Nur zwei Tage zuvor, am Montagabend gegen 18:30 Uhr, eskalierte eine andere Gefahrenlage. Im Wellnessbereich eines Hotels am Katschberg (Bezirk Spittal an der Drau) trat Chlorgas aus. Ursache war ein technischer Defekt an der Chlor-Dosieranlage.
Der Großeinsatz forderte 138 Feuerwehrleute und 19 Fahrzeuge. Zwölf Menschen – darunter mehrere Kinder – klagten über Atemwegsreizungen. Sie kamen zur Untersuchung in Krankenhäuser nach Tamsweg, Spittal und Villach. Ein Kind musste per Hubschrauber ausgeflogen werden.
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Schwerer Lkw-Unfall auf der Ostautobahn
Auch die Verkehrssicherheit gibt Anlass zur Sorge. Am Dienstag kurz vor 12 Uhr kollidierten auf der A4 (Ostautobahn) bei Fischamend drei Lastwagen. Ein Fahrer wurde in seinem Wirack eingeklemmt und schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus.
Die Autobahn in Richtung Wien blieb sechs Stunden lang komplett gesperrt. Der Rückstau erreichte zeitweise zehn Kilometer. Das Rote Kreuz versorgte festsitzende Autofahrer mit Wasser. Die Aufräumarbeiten erschwerten hunderte Getränkedosen, die auf die Fahrbahn gefallen waren.
Weitere Unfälle auf der Westautobahn
Bereits am Dienstag ereigneten sich auf der A1 zwei weitere Unfälle: Bei St. Florian kollidierte ein Lkw mit einem Pkw. Bei Thalgau war ein Fahrzeug mit einem sogenannten "Tiny House" auf dem Ladefläche in einen Crash verwickelt.
Am Mittwochmorgen schließlich wurde ein 40-jähriger österreichischer Lkw-Fahrer auf der A3 bei Kirchroth (Bayern) schwer verletzt. Er war mit einem Sicherungsfahrzeug zusammengestoßen. Der Sachschaden: rund 290.000 Euro. Die Autobahn blieb dreieinhalb Stunden gesperrt.
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