Gasleitung-Unfall in Koblenz: 100-Meter-Sperrzone nach Baggerschaden
03.06.2026 - 00:39:16 | boerse-global.deNachdem ein Bagger eine Gasleitung beschädigte, drohte eine Explosion — die Behörden richteten eine Sperrzone ein und evakuierten Anwohner.
Bagger reißt Gasleitung auf — Stromausfall in der Altstadt
Der Vorfall ereignete sich gegen 9:30 Uhr auf einer Baustelle an der Kreuzung Hohenfelder Straße und Am Wöllershof. Ein Bagger hatte dort eine Gasleitung getroffen, woraufhin das Gas unkontrolliert austrat. Die Gefahr einer Verpuffung oder Explosion war unmittelbar gegeben.
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Im Zuge der Rettungsarbeiten wurde zudem eine 20-kV-Stromleitung beschädigt. Die Folge: Ein Stromausfall legte weite Teile der Koblenzer Altstadt lahm. Die Einsatzkräfte richteten umgehend einen 100-Meter-Sperrkreis um die Unglücksstelle ein. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Wohnungen nicht zu verlassen oder das Gebiet zu räumen.
Notunterkünfte und Anlaufstellen für Betroffene
Die Feuerwehr und Polizei Koblenz koordinierten den Großeinsatz. Für die betroffenen Bürger wurden mehrere Anlaufstellen eingerichtet: Ab 12:30 Uhr öffnete ein „Leuchtpunkt“ im Rathaus am Willi-Hörter-Platz. Zudem standen Notunterkünfte in der Sporthalle der St. Franziskus-Realschule im Stadtteil Goldgrube sowie im Rathaus I bereit.
Die Behörden betonten, dass das nahegelegene Löhr-Center und die Geschäfte auf der Löhrstraße vom Einsatz nicht beeinträchtigt waren — sie blieben für Kunden geöffnet.
Entwarnung am Nachmittag — Reparaturen dauern an
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Techniker des regionalen Versorgers Energieversorgung Mittelrhein arbeiteten den gesamten Vormittag unter Hochdruck an der Stabilisierung der Lage. Gegen 13:00 Uhr war die Stromversorgung in den betroffenen Altstadtbereichen weitgehend wiederhergestellt.
Nach mehreren Messungen, die keine Gaskonzentration mehr in der Luft nachwiesen, hoben die Einsatzkräfte den Sperrkreis auf. Die Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren, der Verkehr in der Innenstadt wurde wieder freigegeben.
Die Reparatur der beschädigten Gasleitung wurde noch am Dienstag abgeschlossen. Die endgültige Instandsetzung der 20-kV-Stromleitung steht jedoch noch aus — sie ist für Mittwoch, den 3. Juni, geplant. Feuerwehr und Polizei erklärten den Einsatz für beendet. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht mehr.
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