Galeria, Bayern

Galeria in Bayern: Fünf Filialen vor dem Aus, Staat greift ein

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 21:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bayern setzt sich für den Galeria-Standort Würzburg ein, während fünf Filialen im Freistaat wegen möglicher Schließungen geprüft werden.

Galeria in Würzburg: Bayern verhandelt über günstigere Mieten
Historische Innenstadt von Würzburg mit Sandsteingebäuden und Kopfsteinpflaster bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Die bayerische Staatsregierung schaltet sich in die Verhandlungen um den Erhalt des Galeria-Kaufhauses in Würzburg ein. Wie aus einem Bericht von mainpost.de hervorgeht, will das bayerische Wirtschaftsministerium bei Gesprächen mit den privaten Immobilieneigentümern ansetzen, um günstigere Mietkonditionen für die dortige Filiale des Warenhauskonzerns zu erreichen.

Das Gebäude des Würzburger Kaufhauses gehört dem Vernehmen nach einer Immobiliengesellschaft mit Sitz in Luxemburg. Hohe Mietforderungen gelten im Einzelhandel seit Langem als einer der zentralen Kostenfaktoren, die den wirtschaftlichen Betrieb von Großflächen in innerstädtischen Lagen erschweren. Mit dem Vorstoß der Landespolitik soll der Druck auf die Verhandlungspartner erhöht werden, um tragfähige Lösungen für den Standort zu finden.

Fünf bayerische Filialen von Schließung bedroht

Die Lage in Würzburg ist Teil einer größeren Konsolidierungswelle des Unternehmens. Bundesweit stehen bei Galeria derzeit 33 Standorte auf dem Prüfstand, nachdem der Konzern diese Prüfung im Juli angekündigt hatte. Standortschließungen gelten dabei ausdrücklich als möglich.

In Bayern sind neben Würzburg vier weitere Filialen unmittelbar gefährdet. Nach Angaben von augsburger-allgemeine.de droht auch den Häusern in Aschaffenburg, Bayreuth, Memmingen sowie am Münchner Rotkreuzplatz das Aus. Für die betroffenen Kommunen geht es dabei nicht nur um zahlreiche Arbeitsplätze, sondern auch um die Funktion der Warenhäuser als zentrale Kundenmagnete für die jeweiligen Innenstädte.

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In Würzburg verhandelt der Freistaat mit privaten Eigentümern über günstigere Mieten, um die Galeria-Filiale zu halten — in Bayern stehen fünf Standorte auf dem Prüfstand. Wer als Eigentümer oder Kommune betroffen ist, braucht jetzt belastbare Kriterien für die eigene Standort-Entscheidung. Der kostenlose Report ordnet die Verhandlungslage ein und zeigt, welche Hebel Eigentümer und Kommunen realistisch ansetzen können. Standort-Report jetzt anfordern

Kommunen fordern Unterstützung von der Staatsregierung

Vor diesem Hintergrund haben die Oberbürgermeister der betroffenen bayerischen Städte eine gemeinsame Initiative gestartet. In einem Positionspapier fordern die Rathauschefs Unterstützung durch den Freistaat. Ein direktes Gespräch der Kommunalpolitiker mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums ist für Mitte September geplant.

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Bundesweit prüft Galeria 33 Standorte, Schließungen gelten ausdrücklich als möglich — für Innenstädte in Aschaffenburg, Bayreuth, Memmingen und am Münchner Rotkreuzplatz droht damit ein Leerstand in zentraler Lage. Dieser Leitfaden bündelt, wie Kommunen und Eigentümer Leerstand frühzeitig abfedern und welche Förder- und Gesprächswege der Freistaat dafür eröffnet. Leitfaden Leerstands-Vermeidung sichern

Die Initiative für den Standort Würzburg verdeutlicht das Bestreben des Ministeriums, auf Eigentümerseite Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. Ob die privaten Immobilieneigentümer zu Mietnachlässen bereit sind, um eine drohende Schließung und einen damit verbundenen Leerstand abzuwenden, bleibt abzuwarten.

Die bevorstehenden Gespräche zwischen Landespolitik und den Kommunen dürften weiteren Aufschluss darüber geben, welche Hebel der Freistaat für den Erhalt der bedrohten Warenhäuser ansetzen will.

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