Führerschein-Frist 2027: Potsdam meldet noch freie Termine zum Umtausch
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 23:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Landeshauptstadt Potsdam erinnert an den gesetzlichen Pflichtumtausch von Führerscheinen und weist auf aktuell verfügbare freie Termine hin. Betroffen von der aktuellen Umtauschphase sind Fahrerlaubnisinhaber, deren Führerscheine in den Jahren 2002, 2003 oder 2004 ausgestellt wurden. Die Dokumente müssen bis zum 19. Januar 2027 in einen fälschungssicheren EU-Kartenführerschein umgetauscht werden.
Die Potsdamer Behörde empfiehlt Bürgerinnen und Bürgern, die Beantragung nicht bis zum Jahresende aufzuschieben, da die Nachfrage vor Ablauf der Frist erfahrungsgemäß deutlich anziehe. Derzeit stünden noch ausreichend freie Termine zur Verfügung, die online über das Portal termin.potsdam.de oder telefonisch über die Behördennummer 115 gebucht werden können.
Steigendes Antragsaufkommen und Terminsituation in den Behörden
Der Blick in andere Regionen verdeutlicht den wachsenden Druck auf die Verwaltungen. Die Fahrerlaubnisbehörde Dresden setzt ab dem 2. November 2026 montags vorläufig keine persönlichen Vorsprachetermine mehr an, um Antragsrückstände abzuarbeiten.
Die zunächst auf ein halbes Jahr befristete Maßnahme begründet die Dresdner Behörde mit einem stark gestiegenen Arbeitsaufkommen: Bis Ende September 2026 seien dort rund 17.600 Postanträge eingegangen, was einem Zuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und überwiegend auf den Pflichtumtausch zurückgeht.
Bundesweit umfasst die Umtauschaktion nach Angaben des ADAC insgesamt rund 43 Millionen Dokumente, die bis zum 19. Januar 2033 stufenweise ersetzt werden müssen. Für die Ausstellungsjahre 1999 bis 2001 ist die Frist bereits am 19. Januar 2026 abgelaufen.
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Nach dem Stichtag für die Jahrgänge 2002 bis 2004 am 19. Januar 2027 folgen die Ausstellungsjahre 2005 bis 2007 bis zum 19. Januar 2028 sowie der Jahrgang 2008 bis zum 19. Januar 2029. Begleitetes Fahren ab 17 (BF17) für die Geburtsjahrgänge 1987 und 1988 mit Kartenausstellung im Jahr 2005 fällt unter die Frist im Januar 2028.
Ausnahmeregelungen, Kosten und Dokumentenanforderungen
Für vor 1953 Geborene gilt bundesweit eine Sonderregelung: Sie müssen ihre Dokumente unabhängig vom Ausstellungsjahr erst bis zum 19. Januar 2033 umtauschen.
Der eigentliche Umtausch erfordert weder eine erneute Fahrprüfung noch eine Gesundheitsprüfung; der neu ausgestellte EU-Kartenführerschein ist anschließend 15 Jahre lang gültig. Bei versäumter Frist droht im Inland ein Verwarnungsgeld von rund 10 Euro, zudem kann es im Ausland zu rechtlichen Problemen kommen.
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Die Gebühren und konkreten Antragsverfahren unterscheiden sich regional:
- Im Landkreis Vorpommern-Greifswald beträgt die Verwaltungsgebühr 33 Euro. Die Bearbeitungszeit liegt bei bis zu vier Wochen, Anträge müssen persönlich an den Standorten Anklam, Greifswald oder Pasewalk gestellt werden.
- Das Landratsamt Regensburg veranschlagt Gebühren von rund 25 Euro. Anträge sind persönlich oder online über das Bürgerserviceportal möglich; die Schalter öffnen montags bis mittwochs von 7.30 bis 11.30 Uhr sowie 13 bis 15 Uhr, donnerstags bis 17 Uhr und freitags bis 11.30 Uhr.
- Im Kreis Heinsberg können Anträge in allen Wohnort-Kommunen außer der Stadt Heinsberg eingereicht werden. Erforderlich sind Personalausweis oder Pass, der bisherige Führerschein sowie ein biometrisches Passbild (35 mal 45 Millimeter). Termine vergibt die Behörde online oder unter 02452-133690.
- Im Landkreis Emsland und der Samtgemeinde Lathen belaufen sich die Kosten inklusive Direktversand auf 32,90 Euro. Das Ausstellungsdatum findet sich auf der Vorderseite in Feld 4a.
- Der Donnersbergkreis bittet um Antragstellung bis Mitte November bei Gebühren von 26,50 Euro (zuzüglich 5 Euro für optionalen Direktversand).
- Das Landratsamt Tübingen ermöglicht die Abwicklung rein auf dem Postweg mit Antragsformular, Ausweiskopien und aktuellem biometrischem Bild, während das Landratsamt Esslingen die digitale Antragstellung über die behördliche Website anbietet und den Dienstbetrieb seit dem 15. September am Standort Plochingen bündelt.
