Friedberg, Bauvorhaben

Friedberg entscheidet über drei Bauvorhaben: Ein Antrag scheitert am Standort

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 18:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Ausschuss stimmte zwei Wohnbauvorhaben zu und lehnte die Umnutzung eines Hauses in der Lechleite aus Sicherheitsbedenken ab.

Friedberg: Zwei Bauprojekte genehmigt, eines wegen des Standorts abgelehnt
Bewaldeter Hang der Lechleite bei natürlichem Tageslicht Illustration mit AI erstellt.

Der Friedberger Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss hat in einem Bauturbo-Verfahren über drei Bauvorhaben im Stadtgebiet entschieden. Wie die Augsburger Allgemeine am 25. September 2026 berichtete, fällte das Gremium dabei unterschiedliche Beschlüsse zu den vorgelegten Projekten: Während zwei Wohnbauanträge auf ungeteilte Zustimmung stießen, scheiterte ein Vorhaben an Bedenken hinsichtlich des Standorts.

Zustimmung für Vorhaben in Hügelshart und Wulferthausen

Zwei der behandelten Vorhaben passierten das Gremium ohne Gegenstimmen. Für ein Bauprojekt im Stadtteil Hügelshart erteilte der Ausschuss einstimmig grünes Licht für die Errichtung von zwei Einfamilienhäusern.

Ebenfalls einhellig votierten die Ausschussmitglieder für ein weiteres Wohnbauprojekt in Wulferthausen. Dort ist der Bau von zwei Einfamilien- oder Doppelhäusern vorgesehen, die durch den positiven Beschluss nun umgesetzt werden können. Das Verfahren soll die bauliche Entwicklung auf geeigneten Flächen erleichtern und beschleunigen.

Ablehnung und Sicherheitsbedenken an der Lechleite

Nicht jedes eingereichte Vorhaben fand jedoch die Zustimmung der Kommunalpolitik. Die beantragte Umnutzung eines Wochenendhauses in der Schützenstraße zu dauerhaftem Wohnraum lehnte der Ausschuss mit acht Gegenstimmen ab.

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Hintergrund der Ablehnung ist die Lage der Immobilie: Das betreffende Gebäude befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Lechleite. Neben naturschutzrechtlichen Aspekten spielen auch bauliche und geologische Sicherheitsfragen eine Rolle. Wegen der spezifischen Geländebedingungen ist für den dortigen Hang ein Sicherheitsgutachten angedacht, um mögliche Gefährdungen vor Ort zu prüfen.

Politische Debatte über Entscheidungen zu Einzelobjekten

Die Anwendung des beschleunigten Verfahrens sorgte im Rahmen der Ausschusssitzung zudem für eine politische Grundsatzdiskussion. Die Fraktion der Grünen übte Kritik daran, dass der Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss im Rahmen des Bauturbos über einzelne Bauobjekte befinden muss.

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Bürgermeister Roland Eichmann wies diese Einwände zurück. Er verwies auf die bestehende Beschlusslage und betonte, dass das Vorgehen auf einem Mehrheitsbeschluss des Friedberger Stadtrats basiere, an den sich die Verwaltung und das Gremium halten.

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