Frankfurter Flughafen, Terminal 3

Frankfurt: Terminal 3 fertigt 4,4 Millionen Passagiere ab

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 11:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Seit April haben 57 Fluggesellschaften ihre Abfertigung in den Neubau verlagert. Im Frühjahr 2027 folgt mit Condor eine weitere große Umstellung, die das Frankfurter Drehkreuz zusätzlich prägen wird.

Frankfurt plant nächste Terminal-Verlagerung

  • Fraport hat seit April 57 Airlines in das neue Terminal 3 verlegt.
  • Condor soll den vollständigen Umzug nach den hessischen Osterferien 2027 abschließen.
  • Die Pünktlichkeit lag im Sommer bei 73,4 Prozent und damit über dem Vorjahresniveau.
  • Mehr Platz am größten deutschen Flughafen: Der Betrieb hat sich entzerrt. - Bild: Boris Roessler/dpa
  • Nach den hessischen Osterferien zieht Condor in das neue Frankfurter Terminal 3 um. (Archivbild) - Bild: Andreas Arnold/dpa
Mehr Platz am größten deutschen Flughafen: Der Betrieb hat sich entzerrt. - Bild: Boris Roessler/dpa Nach den hessischen Osterferien zieht Condor in das neue Frankfurter Terminal 3 um. (Archivbild)   - Bild: Andreas Arnold/dpa

Terminal 3 entlastet Frankfurter Flughafen

Das neue Passagierterminal 3 am Frankfurter Flughafen ist seit seiner Eröffnung im April von rund 4,4 Millionen Passagieren genutzt worden. Die zusätzlichen Abfertigungsmöglichkeiten erleichtern den Betrieb am größten deutschen Flughafen, obwohl der rund vier Milliarden Euro teure Komplex mit seiner Jahreskapazität von 19 Millionen Passagieren noch nicht ausgelastet ist.

57 Airlines bereits umgezogen

Seit der Eröffnung wurde die Abfertigung von 57 Airlines an das neue Terminal verlegt. Der Umzug erfolgte in vier Wellen aus anderen Teilen des Flughafens in den Komplex im Süden, der allein mehr Kapazität bietet als der gesamte Hamburger Flughafen.

Fraports Betriebsvorstand Dietmar Focke bezeichnete den Start als großen Erfolg. Die Abläufe hätten sich nach seinen Worten gut eingespielt.

Condor zieht im April 2027 um

Die nächste große Umstellung steht im April 2027 an. Dann will Condor ihren Betrieb vollständig in das Terminal 3 verlegen und dort ihr Drehkreuz betreiben.

Wie die Lufthansa nutzt Condor Frankfurt für Umsteigeverbindungen aus ganz Europa zu Langstreckenflügen. Dafür sind kurze Übergangszeiten sowie zuverlässige Gepäck- und Passagierprozesse entscheidend.

Weniger Schleppvorgänge und Busfahrten

Nach Angaben von Fraport hat der zusätzliche Platz den Betrieb auch im Norden spürbar entlastet. Flugzeuge müssten deutlich seltener geschleppt und umgeparkt werden; auch lange Busfahrten für Passagiere seien seltener nötig.

Im laufenden Jahr wird der Frankfurter Flughafen erneut von rund 63 Millionen Passagieren genutzt. Die Pünktlichkeit lag im Sommer bei 73,4 Prozent und damit deutlich über dem Vorjahresniveau, sodass der Flughafen wieder zur Spitzengruppe der europäischen Drehkreuze zählt.

Terminal 3 ist ein zentrales Ausbauprojekt des Frankfurter Flughafens. Mit einer geplanten Jahreskapazität von 19 Millionen Passagieren schafft der Komplex zusätzliche Abfertigungsmöglichkeiten und verteilt die Verkehrsströme innerhalb des Flughafens neu.

Die bisherige Auslastung bleibt deutlich unter dieser Kapazität. Der Nutzen zeigt sich deshalb zunächst weniger in einer möglichst hohen Zahl abgefertigter Reisender als in kürzeren Wegen, weniger Verlagerungen auf dem Vorfeld und einer Entlastung der bestehenden Bereiche.

Condor als nächster Belastungstest

Besondere Bedeutung hat der für April 2027 geplante vollständige Umzug von Condor. Die Airline nutzt Frankfurt als Drehkreuz und ist deshalb auf verlässliche Abläufe bei Umsteigeverbindungen, Gepäck und Flugzeugabfertigung angewiesen.

Für den Flughafen wird der Wechsel zum nächsten großen Praxistest. Wenn Condors Flüge im Süden gebündelt werden, kann Terminal 3 seine Rolle als zusätzlicher Drehkreuzbereich stärker ausspielen. Zugleich muss sich zeigen, ob die Prozesse auch bei höherem Verkehrsaufkommen stabil bleiben.

Kapazität für weiteres Wachstum

Fraport rechnet am Standort im laufenden Jahr mit rund 63 Millionen Passagieren. Der Abstand zwischen dem gesamten Verkehrsaufkommen und der Kapazität von Terminal 3 lässt Raum für weiteres Wachstum, ohne dass die neue Anlage sofort an ihre Grenzen stößt.

Für Reisende bedeutet die Verlagerung vor allem eine veränderte Orientierung am Flughafen. Je nach Airline können längere Wege zwischen Terminals entfallen, während sich für andere Verbindungen neue Anfahrts- und Umsteigewege ergeben.

n-tv: „Fraport: Neues Terminal macht Flugbetrieb pünktlicher“ (04.11.2026)

Der Artikel habe berichtet, die zusätzlichen Kapazitäten hätten den Betrieb am Frankfurter Flughafen verbessert und pünktlicher gemacht. Als weiteren Schritt habe er den geplanten Umzug von Condor im kommenden Sommer hervorgehoben.

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