Frankfurt, Eigentumswohnungen

Frankfurt: Eigentumswohnungen verteuern sich im dritten Quartal um 2,4 Prozent

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 22:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Frankfurts Eigentumswohnungen verteuerten sich im Quartal und binnen Jahresfrist, während der bundesweite Index im Jahresvergleich nachgab.
Moderne Wohngebäude und Stadtarchitektur in Frankfurt am Main bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Frankfurt am Main haben im dritten Quartal 2026 spürbar angezogen. Wie aus dem am 5.11.2026 veröffentlichten GREIX-Kaufpreisindex hervorgeht, stiegen die Preise in der hessischen Metropole im dritten Quartal um 2,4 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2026. Auch im Vergleich zum Vorjahresquartal, dem dritten Quartal 2025, ergab sich ein Zuwachs von 2,4 Prozent. Damit hebt sich der Frankfurter Markt von der bundesweiten Entwicklung ab, denn der bundesweite GREIX-Wohnungsindex wies im dritten Quartal 2026 ein Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf.

Geteiltes Bild bei Neubau und Bestand in Frankfurt

Trotz der jüngsten Preissteigerungen verzeichnete Frankfurt am Main bei den Transaktionen zuvor einen Rückgang. Nach Angaben des Gutachterausschusses Frankfurt wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 1.354 Eigentumswohnungen veräußert. Im ersten Halbjahr 2025 hatte die Zahl noch bei 1.589 Wohnungen gelegen, was einem Minus von 15 Prozent entspricht.

Bei den Quadratmeterpreisen zeigte sich im ersten Halbjahr 2026 zudem eine deutliche Differenz zwischen Neubauten und Bestandsimmobilien. Für Neubau-Eigentumswohnungen zahlten Käufer in Frankfurt durchschnittlich rund 8.200 Euro pro Quadratmeter, was einem Anstieg von knapp 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Dagegen erzielten Bestandswohnungen mit einem Baujahr ab 1991 (ohne Neubau) einen Median von 6.670 Euro pro Quadratmeter. Das bedeutete ein Minus von rund 6 Prozent.

Uneinheitliche Trends in den deutschen Metropolen

Auch in anderen deutschen Großstädten entwickelte sich der Markt im dritten Quartal unterschiedlich. Während die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Köln laut dem GREIX-Kaufpreisindex im Quartalsvergleich um 2,8 Prozent zulegten, gaben sie in Berlin im selben Zeitraum um 0,9 Prozent nach.

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Mit Blick auf die historischen Höchststände verharrt Stuttgart fast 22 Prozent unter seinem einstigen Spitzenwert, während Leipzig leicht über dem früheren Rekordniveau notiert.

Auf gesamtdeutscher Ebene registrierte der vom Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) berechnete GREIX-Kaufpreisindex bei Eigentumswohnungen mit dem Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr den ersten Jahresrückgang seit dem zweiten Quartal 2024. Zugleich gaben die bundesweiten Verkaufszahlen im Jahresvergleich nach: Bei Eigentumswohnungen sanken sie um 1,7 Prozent, bei Einfamilienhäusern um 8,2 Prozent. Als maßgebliche Ursache für diese Dämpfung verwies IfW-Experte Jonas Zdrzalek auf die gestiegenen Finanzierungskosten nach der Zinswende.

Divergierende Signale verschiedener Indizes

Dass die Marktlage vielschichtig bleibt, zeigen Daten anderer Marktbeobachter. Der für das dritte Quartal 2026 berechnete empirica regio Immobilien- und Mietpreisindex wies bei den Immobilienpreisen im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus von 1,2 Prozent aus.

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Der Index zeigte überdies an, dass sowohl bei Neu- als auch bei Bestandsimmobilien die Kaufpreise zulegten, wobei teils erhebliche regionale Unterschiede über alle 400 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte hinweg bestanden.

Gleichzeitig kletterten die Mieten laut empirica regio weiter nach oben: Bei Neubaumieten betrug das Plus 3,8 Prozent, während die Mieten für Bestandswohnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 10,2 Prozent stiegen. Die weitere Dynamik am Immobilienmarkt bleibt nach Einschätzung der Marktbeobachter maßgeblich an den künftigen Zinskurs gekoppelt.

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