Finanzdienstleistung, Geschäftsberichte

Bilanz 2025: Rentenbank baut Förderung stark aus

21.04.2026 - 12:48:35 | presseportal.de

Frankfurt am Main - 2025 war ein starkes Förderjahr für die Landwirtschaftliche Rentenbank. Das Neugeschäft mit Programmkrediten kletterte von 3,6 Mrd. EUR um 82,1 % auf 6,6 Mrd. EUR. Die Sparte "Landwirtschaft" hatte daran einen wesentlichen Anteil: Hier wurden Darlehen in Höhe von 1,9 Mrd. EUR zugesagt. Das war ein Anstieg um rd. 33 % gegenüber dem Vorjahr. Bei der Finanzierung von Ställen setzte sich der positive Trend fort. Das zugesagte Volumen stieg auf 351,1 Mio. EUR (2024: 291,6 Mio. EUR). Das bei den "Zukunftsfelder im Fokus" im Jahr 2024 neu aufgelegte Förderprogramm für "Stallumbauten für mehr Tierwohl" ist dabei ein wichtiger Baustein - rd. 57 Mio. EUR konnten hier im Berichtsjahr zugesagt werden. In der Sparte "Agrar- und Ernährungswirtschaft" wurde das Geschäft auf 844,4 Mio. EUR (2024: 344,7 Mio. EUR) gesteigert. Die Förderung der "Ländlichen Entwicklung" erhöhte sich auf 2,0 Mrd. EUR (2024: 1,7 Mrd. EUR).

Bilanz 2025: Rentenbank baut Förderung stark aus - Foto: presseportal.de
Bilanz 2025: Rentenbank baut Förderung stark aus - Foto: presseportal.de

Der größte Zuwachs im Neugeschäft mit Programmkrediten wurde nach dem Ausnahmejahr 2024 in der Fördersparte "Erneuerbare Energien" verzeichnet. Im Berichtsjahr wurden 1,8 Mrd. EUR (2024: 76,1 Mio. EUR) für Investitionen in erneuerbare Energien refinanziert. Der gesunkene EU-Referenzzinssatz machte wieder mehr Geschäft möglich.

"Für die Rentenbank war 2025 ein Jahr der Stärke und des Aufbruchs. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen haben wir unsere Förderung deutlich ausgebaut und wichtige Zukunftsinvestitionen für die Landwirtschaft angestoßen. Die große Nachfrage nach unseren Förderangeboten zeigt, wie wichtig verlässliche Finanzierung und gezielte Unterstützung für die Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der Branche sind", sagt Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Rentenbank.

Erstes Quartal 2026: Förderung legt weiter kräftig zu

Auch im ersten Quartal 2026 war die Nachfrage nach Förderkrediten ungebrochen. So lag das Neugeschäft bei den Programmkrediten in den ersten drei Monaten bei 2,4 Mrd. EUR. Das ist ein Plus von 68,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der größte Zuwachs wurde mit 210,2 % in der Fördersparte "Erneuerbare Energien" auf 1,1 Mrd. EUR erreicht. Das Neugeschäft in der Sparte Landwirtschaft stieg im ersten Quartal um 24,4 % auf 558,5 Mio. EUR (Vj. 449,1 Mio. EUR). In diesem Zeitraum nahm die Rentenbank in einem Umfeld stabiler Margen und sinkender Refinanzierungskosten bereits 5,1 Mrd. EUR (Vj. 4,3 Mrd. EUR) mittel- und langfristige Kapitalmarktmittel auf.

"Landwirtschaftliche Betriebe investieren weiterhin, auch wenn die Rahmenbedingungen herausfordernd sind. Besonders positiv fällt auf, dass im Bereich der Erneuerbaren Energien - insbesondere bei Windkraftanlagen - starke Investitionsimpulse zu beobachten sind. Das zeigt, dass viele Betriebe bereit sind, in die Diversifizierung und Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen zu investieren. Trotz dieser erfreulichen Entwicklungen bleibt die Stimmung in der Branche insgesamt angespannt. Unser aktuelles Agrarbarometer belegt, dass das Agrar-Geschäftsklima - nicht zuletzt aufgrund des Konflikts im Iran und der damit verbundenen steigenden Betriebsmittelpreise - weiter gesunken ist. Das dürfte ein wesentlicher Grund dafür sein, dass sich die Investitionen vieler Betriebe in der Breite vor allem auf den Bestandserhalt beschränken. Das ist ein Warnsignal, denn es verdeutlicht, dass viele Landwirtinnen und Landwirte aktuell vor allem bestehende Strukturen absichern, anstatt gezielt in Innovationen und die Weiterentwicklung ihrer Betriebe zu investieren. Gerade jetzt wäre es wichtig, die große Veränderungsbereitschaft der Branche gezielt zu unterstützen. Wir brauchen eine starke, zukunftsorientierte Landwirtschaft, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Energiewende erfolgreich zu gestalten", so Nikola Steinbock.

Erfolgreiche Einführung von "Zuschüssen aus eigenen Mitteln" für Klimabilanzierung

Zu den Neuerungen im Jahr 2025 zählten die neuen Angebote zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen: Der "Zuschuss Klimabilanz" und der "Zinsbonus Klimabilanz" waren 2025 gefragt. Diese Zuschüsse gewährt die Rentenbank aus eigenen Mitteln. Bis zum Jahresende wurden 830 Anträge mit einem Zuschussvolumen von 0,8 Mio. EUR zur Erstellung von Klimabilanzen in der Landwirtschaft bewilligt und Darlehen über insgesamt 92,5 Mio. EUR mit dem zusätzlichen Zinsbonus ausgereicht. Beide Förderungen leisten damit einen wichtigen Beitrag, die Ziele des Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutzes wirtschaftlich sinnvoll zu erreichen.

Zusammenarbeit mit dem Bund erfolgreich fortgeführt

Die Rentenbank vergibt weiterhin im Auftrag des Bundes Zuschüsse. Im Programm ANK NABO bewilligte sie für das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Berichtsjahr 1.223 Anträge mit einem Volumen von 35,4 Mio. EUR für Investitionen in Maschinen und Geräte zur Stärkung der natürlichen Bodenfunktion. Das Programm startete 2024. Zudem ist vor wenigen Tagen das Programm ANK Palu an den Start gegangen, mit dem die Rentenbank die Wiedervernässung sowie die Bewirtschaftung von Moorflächen mit Zuschüssen unterstützt.

Innovationsförderung entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die Rentenbank unterstützt Innovationen von der Idee bis zur Markteinführung. Im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) vergibt sie Nachrangdarlehen und Innovationsgutscheine an agrarnahe Start-ups. Seit 2021 bis zum Ende des ersten Quartals 2026 wurden so bereits 32 Start-ups gefördert. Darüber hinaus investiert die Rentenbank in Venture Capital Fonds zur Start-up-Finanzierung. Im Berichtsjahr beliefen sich diese Investments auf 21,4 Mio. EUR (2024: 48,5 Mio. EUR). Die beiden Förderinstrumente, Nachrangdarlehen und Investments in Venture Capital Fonds, werden nun durch ein weiteres ergänzt: Im Mai startet eine neue Förderung zur Markteinführung innovativer Antriebssysteme in der Landwirtschaft.

Das gemeinsam mit dem BMLEH und dem Frankfurter TechQuartier initiierte Gründerprogramm "Growth Alliance" verzeichnete 2025 erneut großen Zulauf. Mit ihm werden über verschiedene Bausteine Konzepte und Geschäftsmodelle ab Entstehung der Idee und bis zum Accelerator gefördert.

Modernisierung und strategische Weiterentwicklung

Parallel zu ihrem starken Fördergeschäft hat sich die Rentenbank im Jahr 2025 weiter modernisiert. Der Investitionsstau in der IT wurde weiter aufgelöst und Meilensteine der IT-Roadmap erreicht. Die Rentenbank hat das Jahr 2025 ebenso genutzt, ihre Geschäftsstrategie zu überarbeiten. Damit sie ihren Förderauftrag weiterhin wirkungsvoll fortführen kann, passt sie sich mit der neuen Strategie an aktuelle Bedingungen an und schärft ihr Angebot. Sie trägt damit den enorm gewachsenen Herausforderungen in der Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft Rechnung. Zugleich hat sie den Ausbau und die Diversität der heimischen Energieerzeugung und die Entwicklung der ländlichen Regionen weiter fest im Blick.

Stärkung der Rücklagen

Die hohen Förderaktivitäten schlagen sich im Betriebsergebnis nieder, das vor Risikovorsorge und Bewertung im Jahr 2025 mit 86,6 Mio. EUR unterhalb des Vorjahresniveaus (2024: 161,6 Mio. EUR) lag. Der Zinsüberschuss ging vor allem aus diesem Grund auf 228,8 Mio. EUR zurück (2024: 287,5 Mio. EUR). Um ihre Förderwirkung noch besser zu messen, hat die Rentenbank mit der Förderleistung eine neue Kennzahl eingeführt, die sie ab diesem Jahr reporten wird. Die Förderleistung umfasst alle Maßnahmen, mit denen die Rentenbank ihre Kunden unterstützt - zum Beispiel die Bezuschussung der Programmkredite oder direkte Zuschüsse. Ein weiterer Grundwaren die geplant höheren Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 146,2 Mio. EUR (2024: 130,8 Mio. EUR). Diese ergeben sich unter anderem aus der weiteren Umsetzung der IT-Roadmap und gezielter Investitionen in die IT. Für die Umsetzung aller Projekte und Vorhaben zur Weiterentwicklung der Bank war zudem ein Investment in Know-how erforderlich. Ein Teil der geplanten höheren Verwaltungsaufwendungen resultiert daher aus einem um durchschnittlich 22 Mitarbeitende höheren Personalbestand. Im Jahr 2025 hatte die Rentenbank einen durchschnittlichen Personalbestand von 473 Mitarbeitenden.

Das erzielte Betriebsergebnis ermöglicht weiterhin eine angemessene Dotierung der Vorsorgereserven und Rücklagen. Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB wurden insgesamt 22,8 Mio. EUR zugeführt.

Die Cost-Income Ratio stellt mit 50,7 % (2024: 41,8 %) eine gute Position im Vergleich der Förderbanken dar.

Kapitalquote und Leverage Ratio weiter auf hohem Niveau

Die Gesamtkapitalquote (sowie die harte Kernkapitalquote) von 32,6 % reduzierte sich durch die erhöhten Eigenmittelanforderungen aufgrund der Erstanwendung der CRR III im Vergleich zum Vorjahr (2024: 38,3 %). Die Quoten liegen damit aber unverändert weit über der für die Rentenbank geltenden aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen. Die Leverage Ratio verbesserte sich auf 11,5 % (2024: 10,2 %).

Euro wichtigste Emissionswährung

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäfts über Programmkredite und Zuschüsse an Endkreditnehmer sowie zur Refinanzierung der angekauften Schuldtitel von Banken und Gebietskörperschaften hat die Rentenbank im Jahr 2025 mittel- und langfristige Kapitalmarktmittel in Höhe von 10,9 Mrd. EUR (2024: 8,2 Mrd. EUR) an den nationalen und internationalen Kapitalmärkten aufgenommen. Wichtigste Emissionswährung war der Euro mit einem Anteil von 49 % (2024: 55 %). Der Anteil des US-Dollar ging auf 29 % zurück (2024: 32 %). Darunter wurde auch eine 5-jährige USD-Globalanleihe über 1,5 Mrd. USD begeben. Mit einer Nachfrage von mehr als 10 Mrd. USD und einem Spread von 7 Basispunkten zu US-Treasuries war sie die bisher erfolgreichste Anleiheemission in der Geschichte der Rentenbank. Die Emissionen wurden zu 77 % (2024: 79 %) bei ausländischen Investoren platziert. Die größten Investorengruppen blieben mit 49 % die Geschäftsbanken (2024: 55 %) sowie Zentralbanken und andere offizielle Stellen mit 31 % (2024: 35 %) am gesamten mittel- und langfristigen Emissionsvolumen.

"Wie die Branche müssen auch wir uns stark und zukunftsfähig aufstellen. 2025 haben wir große Schritte in der Ablösung unseres Kernbanksystems gemacht und bereits Dreiviertel der IT-Roadmap umgesetzt - ein gemeinsamer Kraftakt, der uns organisatorisch und technologisch vorangebracht hat. Mit Investitionen in moderne IT und klugen Köpfen stärken wir unsere Widerstandskraft und können den steigenden Anforderungen an IT-Sicherheit sowie den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden. Unsere stabilen Geschäftszahlen und das solide Betriebsergebnis zeigen, dass wir aus einer Position der Stärke heraus agieren, unser Förderportfolio kontinuierlich ausbauen und unseren Förderauftrag zuverlässig erfüllen. Gerade in Zeiten, in denen Ernährungssicherheit wieder verstärkt in den Fokus rückt, ist dies wichtiger denn je", fasst Finanzvorstand Dr. Marc Kaninke das Ergebnis 2025 abschließend zusammen.

Unsere vollständige Presseinformation, Kennzahlen sowie den Geschäftsbericht 2025 finden Sie im Internet unter: www.rentenbank.de

Pressekontakt:

Christian Pohl, Tel.: 069 2107-376, Fax: 069 2107-6447
E-Mail: pohl@rentenbank.de

Original-Content von: Landwirtschaftliche Rentenbank übermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5f8425

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 69229170 |