Forschungsneubauten in Münster: MedForCe und BBIM offiziell eröffnet
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 23:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Münster sind nach einer sechsjährigen Bauphase zwei miteinander verbundene Forschungsneubauten der Universitätsmedizin eröffnet worden. Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Ina Brandes übergab den Komplex aus dem Medical Research Center, kurz MedForCe, und dem Body and Brain Institute Münster, kurz BBIM, offiziell seiner Bestimmung.
Die auf dem Areal des Forschungs-Campus Ost gelegenen Neubauten sollen interdisziplinäre Synergien in der medizinischen Forschung schaffen und die Grundlagenforschung enger mit der klinischen Praxis verzahnen.
Wie aus den Projektberichten vom 8. Oktober 2026 hervorgeht, bietet das neu errichtete Gebäudeensemble eine Nutzfläche von rund 16.500 m². In den Komplex flossen beträchtliche öffentliche Fördermittel: Das Land Nordrhein-Westfalen investierte rund 216 Mio. Euro in das Vorhaben, während sich der Bund mit rund 32 Mio. Euro speziell am Bau des Body and Brain Institute Münster beteiligte.
Forschung an neurologischen, psychiatrischen und onkologischen Krankheitsbildern
Die bauliche Verbindung beider Institute spiegelt sich auch in der inhaltlichen Ausrichtung der Universitätsmedizin Münster wider. Zu den zentralen Forschungsschwerpunkten zählen die Infektions- und Krebsforschung sowie die Untersuchung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen.
Das Body and Brain Institute Münster konzentriert sich dabei gezielt auf die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen dem menschlichen Gehirn und dem restlichen Körper. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler widmen sich an diesem Standort der Erforschung komplexer Krankheitsbilder, darunter Multiple Sklerose, Autoimmunenzephalitiden und Angststörungen.
Rund 216 Mio. Euro vom Land, rund 32 Mio. Euro vom Bund, 16.500 m² Nutzfläche — und sechs Jahre von der Genehmigung bis zur Eröffnung. Wer selbst öffentlich geförderte Forschungs- oder Klinikbauten plant, findet in diesem kostenlosen Leitfaden die Förderlogik und die realistischen Bauphasen. Leitfaden zu öffentlichen Forschungsbauten jetzt anfordern
Ministerin Brandes unterstrich die Einzigartigkeit des Vorhabens und hob hervor, dass es ein spezialisiertes Zentrum für diese Disziplin innerhalb Nordrhein-Westfalens ausschließlich in Münster gebe.
Kapazitäten für bis zu 900 Wissenschaftler
Bereits zum Start sind die Laboratorien und Arbeitsbereiche gut ausgelastet. Derzeit sind nach Angaben der Universitätsmedizin Münster rund 700 Forschende in den Räumlichkeiten tätig. Nach dem vollständigen Hochlauf des Betriebs ist eine Kapazität für insgesamt rund 900 Beschäftigte vorgesehen.
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Die Zusammenführung verschiedener Fachrichtungen unter einem gemeinsamen Dach soll den Austausch zwischen den Disziplinen spürbar beschleunigen. Der Ärztliche Direktor der Uniklinik Münster bezeichnete das neue Zentrum in diesem Zusammenhang bildhaft als ein Lagerfeuer für zukunftsweisende Ideen.
Mit der Inbetriebnahme des Ensembles stärkt der Wissenschaftsstandort Münster seine infrastrukturellen Voraussetzungen für biomedizinische Großprojekte nachhaltig.
