Flughafen, Nürnberg

Flughafen Nürnberg: VR-Training für Ramp-Teams ab September

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 01:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Flughafen Nürnberg führt virtuelle Übungen für Ramp-Teams ein, um Abläufe ohne reales Risiko zu trainieren und die Sicherheitsarbeit zu stärken.

Flughafen Nürnberg setzt auf VR-Training für mehr Sicherheit
Weitläufiges, leeres Vorfeld eines Flughafens bei Dämmerung mit Bodenmarkierungen und Flutlichtbeleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Der Flughafen Nürnberg erweitert seine Schulungsprogramme für das Personal auf dem Vorfeld. Wie der Albrecht-Dürer-Airport in einer Mitteilung vom 9. September 2026 bekannt gab, kommen künftig Virtual-Reality-Simulationen mit VR-Brillen und Joysticks zum Einsatz. Ziel dieser Maßnahme ist es, Ängste bei den Beschäftigten abzubauen und die Sicherheit bei betrieblichen Abläufen auf dem Rollfeld spürbar zu erhöhen.

Risikofreies Üben für Ramp-Teams

Der Flughafen beschäftigt über 1000 Menschen. Jährlich werden rund 50 neue Mitarbeitende im sogenannten Ramp-Service geschult. Neben den Neueinsteigern sollen auch bestehende Teams das virtuelle System für regelmäßige Auffrischungskurse nutzen.

Trainer Erkan Catoglu erklärte den Hintergrund des neuen Konzepts: Das primäre Ziel bestehe darin, Ängste zu überwinden und betriebliche Vorgänge ohne jedes Risiko zu üben. Durch die computergenerierte Umgebung können die Beschäftigten kritische Handgriffe und komplexe Arbeitsschritte trainieren, ohne dabei Gefahren für Mensch oder Material im realen Flughafenbetrieb einzugehen.

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Breite Palette an Trainingsmodulen nach Branchenstandard

Die technische Lösung für das virtuelle Vorfeldtraining stammt von der Kölner Draxon GmbH. Die bereitgestellten Lerninhalte orientieren sich dabei an den etablierten Standards der International Air Transport Association (IATA).

Das modulare System deckt ein breites Spektrum an praktischen Aufgaben ab. Zu den Trainingsinhalten gehören unter anderem das Einweisen von Flugzeugen, die Bedienung von Gepäckförderbändern, der Umgang mit Bodenstromgeräten sowie die Kommunikation mit dem Cockpit.

Weitere Module widmen sich der vollständigen Abfertigung ankommender Flugzeuge, dem Einsatz von Schleppern sowie dem Pushback-Vorgang, bei dem Flugzeuge von den Parkpositionen zurückgeschoben werden.

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Ausbau der Trainingsinfrastruktur geplant

Die Einführung der virtuellen Schulungen ergänzt die praktischen Sicherheitsmaßnahmen am Standort. Für die Zukunft plant der Betreiber bereits eine Erweiterung der Infrastruktur: Künftig sollen eigene Übungscontainer aufgestellt werden, um die Trainingseinheiten noch flexibler durchführen zu können.

Dass der Flughafen Nürnberg großen Wert auf das Training komplexer Einsatzlagen legt, zeigte sich bereits im Jahr 2026 im Rahmen einer Großübung, an der rund 460 Beteiligte mitwirkten.

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