Fischöl, Herzinfarkt-Risiko

Fischöl senkt Herzinfarkt-Risiko bei Dialysepatienten um 43 Prozent

Veröffentlicht am: 01.07.2026 um 22:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Forscher entwickeln Screeningverfahren zur Erkennung von Gefäßschäden. Zudem: Fischöl senkt Risiko bei Dialysepatienten und neue Gebührenordnung tritt in Kraft.

Neue NIRS-CO?-Methode: Früherkennung von Gefäßerkrankungen
Nahaufnahme eines Beines, das mit modernster Technologie zur Gefäßdiagnostik untersucht wird, mit sichtbaren leuchtenden Venen. Illustration mit AI erstellt.

Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen und des Uniklinikums Düsseldorf haben ein neues Screeningverfahren zur Früherkennung von Gefäßerkrankungen entwickelt. Die als NIRS-CO? bezeichnete Methode nutzt ein auf 32 Grad temperiertes Wasserbad mit einer CO?-Konzentration von 4,2 Gramm pro Liter. Der Reiz stimuliert die Gefäßerweiterung – deren Dynamik wird per Nahinfrarotspektroskopie erfasst.

Gesunde Gefäße reagieren sofort auf den Reiz, während geschädigte eine Verzögerung zeigen. Entscheidend ist die sogenannte „Time to Intersection“ (TTI). Kürzere Zeitintervalle deuten auf eine intakte Endothelfunktion hin. Laut der Fachzeitschrift Cardiovascular Research ist die Methode herkömmlichen Messungen überlegen. Verlängerte Reaktionszeiten fanden sich besonders bei Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes oder Raucherhistorie.

Präventionskurse jetzt digital buchbar

Seit Ende Juni ist die Website praevention-direkt-finden.de online. Das Portal bietet Ärzten und Therapeuten Zugriff auf über 120.000 zertifizierte Präventionskurse – in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Stressmanagement und Suchtprävention. Die Kurse sind von der Zentralen Prüfstelle Prävention geprüft und werden von Krankenkassen bezuschusst. Ärzte können gezielt nach Angeboten in Wohnortnähe ihrer Patienten filtern.

Kompression und minimalinvasive Eingriffe

In der Praxis bleibt die Kompressionstherapie zentral. Medizinische Kompressionsstrümpfe werden in die Klassen 1 bis 4 eingeteilt – von leichten Beschwerden bis zur chronischen Veneninsuffizienz. Kontraindikationen sind schwere arterielle Durchblutungsstörungen oder akute Hautinfektionen.

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Ergänzend zeigen aktuelle Auswertungen die Langzeiteffekte minimalinvasiver Verfahren. In einem Rostocker Gefäßzentrum wurden seit 2015 über 5.000 Stammkrampfadern mit Venenklebern (VenaSeal) behandelt. Auch die Mikroschaumverödung hat sich etabliert – mit spezialisierten Applikationssystemen für kleinere Gefäßabschnitte.

Neue Gebührenordnung – und Warnungen vor Budgets

Zum 1. Juli trat eine Anpassung der Gebührenordnung für Ärzte in der Unfallversicherung (UV-GOÄ) in Kraft. Die Sätze steigen um sechs Prozent, ausgenommen sind etwa Arthroskopien. Abgerechnet wird nach Datum der Leistungserbringung.

Trotz dieser Anpassung blickt die Branche mit Sorge auf geplante Gesetze. Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) warnt vor Budgetierungen für Vorsorgeleistungen im Rahmen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Betroffen wären etwa das Darmkrebs-Screening oder die Schwangerschaftsvorsorge. Auch die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung berichtet von Rückgängen bei Parodontitis-Neubehandlungen durch Budgets.

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Fischöl senkt Risiko bei Dialysepatienten

Eine am heutigen Mittwoch veröffentlichte Studie der Charité Berlin im Journal of Nephrology liefert neue Impulse. Bei 1.200 Dialysepatienten senkte die tägliche Einnahme von 1,5 Gramm Fischöl über 18 Monate das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle um 43 Prozent. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) bewertete die Qualität der Untersuchung als hoch. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie fordert eine Bestätigung in einer geplanten Studie mit 5.000 Teilnehmern.

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