Finanzautomation, Integration

Finanzautomation: Nur 14% der Unternehmen meistern die Integration

18.06.2026 - 00:39:14 | boerse-global.de

Studie zeigt: Nur 14 Prozent der Firmen vernetzen Ausgabenkontrolle und Automatisierung effektiv. Payhawk und Ivalua reagieren mit neuen Plattform-Features.

Payhawk-Update: SAP-Integration und neue KI-Agenten für Finanzteams
Finanzautomation - Ein stilisiertes Netzwerk aus leuchtenden digitalen Linien, das Finanzsymbole und Icons verbindet, symbolisiert automatisierte Spesenabrechnung und digitale Zahlungssysteme. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Eine aktuelle Studie zeigt: Nur 14 Prozent der Unternehmen gelingt die erfolgreiche Verbindung dieser Bereiche.

Befragt wurden dafür 1.520 Führungskräfte. Der Softwareanbieter Payhawk reagierte prompt und veröffentlichte eine neue Edition seiner Plattform. Diese bietet eine native Integration in SAP S/4HANA sowie erweiterte Funktionen für den globalen Zahlungsverkehr – etwa in Schweizer Franken, Dänischen Kronen oder Polnischen Z?oty.

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KI-Agenten übernehmen komplexe Aufgaben

Ein wesentlicher Treiber der Automatisierung ist Künstliche Intelligenz. Mehrere Anbieter stellten Mitte Juni neue agentenbasierte Technologien vor, die über einfache regelbasierte Automatisierung hinausgehen.

Ivalua präsentierte mit IVA Studio einen zentralen KI-Agenten für Source-to-Pay-Prozesse. Das System führt Vertragsvergleiche durch, managt Ausschreibungen und automatisiert die Rechnungsprüfung.

Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Workday und Google Cloud: Die Integration eines Self-Service-Agenten soll komplexe Fragen zu Personalthemen und Finanzen beantworten und eigenständig Aufgaben ausführen.

Die Relevanz dieser Technologien wird durch aktuelle Branchenzahlen untermauert. Rund 70 Prozent der IT-Entscheider im Finanzsektor priorisieren die Prozessautomatisierung zur Kostenoptimierung, wie eine Untersuchung des Beratungshauses Horváth zeigt.

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Digitale Spesenabrechnung für den Nahverkehr

Neben globalen Plattformen etablieren sich auch lokale Lösungen. Die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg bietet ein digitales Firmenkonto über eine Mobilitäts-App an. Mitarbeiter können Fahrten mit Bussen, Bahnen und Leihrädern zentral buchen und abrechnen.

Auch in der Luftfahrt schreitet die Digitalisierung voran. SWISS digitalisierte ihr Bordverpflegungsangebot: Menükarten und Vorbestelloptionen sind nun bis zu sechs Wochen vor Abflug online einsehbar. Das ermöglicht eine präzisere Planung von Reisenebenkosten bereits vor der Dienstreise.

Mittelstand profitiert von Automatisierung

Die Digitalisierung zeigt messbare Ergebnisse. Ein No-Code-Plattform-Anbieter berichtete von einer Roadmap zur Prozessoptimierung. In einem Praxisbeispiel verkürzten sich Durchlaufzeiten für Budgetfreigaben von vier Wochen auf eine Woche.

Auch direkte Kosten sinken: Die PFREUNDT GmbH konnte nach einem Relaunch ihres B2B-Portals die Vertriebskosten um bis zu 40 Prozent senken. Die nahtlose Integration digitaler Schnittstellen wird zunehmend zur Standardanforderung.

Während die Automatisierung voranschreitet, zeigen andere Bereiche der Vergütung starke Unterschiede. Nur 44 Prozent der Beschäftigten in der Privatwirtschaft erhalten Urlaubsgeld – in tarifgebundenen Betrieben sind es 73 Prozent, in Unternehmen ohne Tarifvertrag nur 35 Prozent.

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