Feuerwehr-Nachwuchs, Kinder

Feuerwehr-Nachwuchs: 66 Kinder trainieren Rettungsausrüstung

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 16:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ferienaktionen und Übungen vermitteln Kindern praktische Feuerwehrkenntnisse, während Jugendgruppen bei Prüfungen und Einsätzen ihr Können zeigen.

Feuerwehr-Nachwuchs: 66 Kinder erleben Technik und Einsatztraining
Ein Übungsparcours für Nachwuchsfeuerwehrkräfte mit einem Metallrohrtunnel und Reifenstapeln in einer Lagerhalle. Illustration mit AI erstellt.

Im Rahmen der regionalen Nachwuchsarbeit organisierte die Freiwillige Feuerwehr (FF) Steyrling Anfang September 2026 eine umfassende Ferienaktion, die das Interesse junger Menschen an der Feuerwehrarbeit stärken sollte.

Im Feuerwehrhaus Klaus-Steyrling versammelten sich 66 Kinder aus dem Bezirk Kirchdorf an der Krems, um Einblicke in technische und operative Abläufe zu gewinnen. Das Programm umfasste Geschicklichkeitsübungen mit hydraulischen Bergegeräten sowie den Einsatz von Hochdruckschläuchen.

Ein wesentlicher Bestandteil war zudem eine Fahrt mit Blaulicht zum Stausee Klaus, ergänzt durch Vorführungen eines Rettungsbootes und der Hubrettungsbühne der FF Spital am Pyhrn. Die Teilnehmer absolvierten zudem Löschübungen mit Handfeuerlöschern und nutzten bereitgestellte Tret-Gocarts für spielerische Aktivitäten.

Ausbildungskonzepte und praktische Übungsszenarien

Die Vermittlung grundlegender Fertigkeiten steht im Zentrum zahlreicher Initiativen für Kinder- und Jugendgruppen. Mitte September 2026 startete etwa die Kinderfeuerwehr Ternitz-Pottschach nach der Sommerpause mit einer Unterrichtseinheit zum Aufbau einer Löschleitung, die theoretische Grundlagen mit praktischen Erprobungen verknüpfte.

Ähnliche Ansätze zeigten sich beim Abschluss eines Ferienprogramms in Vohenstrauß am 11. September 2026. Über 100 Kinder nahmen an verschiedenen Stationen im Gerätehaus am Fluderweg teil.

Zu den Aufgaben gehörten der Einsatz einer Rettungsschere zum Transport von Tennisbällen, Seilrollübungen sowie das Absolvieren eines Atemschutz-Übungsparcours, der aus einem 50 Zentimeter dicken und über vier Meter langen Metallrohr sowie Reifenstapeln bestand.

Ein weiteres Instrument der Ausbildung sind 24-Stunden-Übungen, die reale Einsatzbedingungen simulieren. In einer leerstehenden Schule in Zaltbommel führte die Jeugdbrandweer Bommelerwaard eine solche Übung durch, bei der Szenarien wie Brände mit starker Rauchentwicklung, Gaslecks und Stromprobleme bewältigt werden mussten.

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Alle simulierten Opfer konnten laut Berichten gerettet und die Brände gelöscht werden. Auch im Raum Bad Schwanberg absolvierten im August 2026 insgesamt 16 Jugendliche aus sieben verschiedenen Feuerwehren eine vergleichbare Belastungsprobe.

Die Szenarien reichten von Flächenbränden über die Suche nach vermissten Personen mittels Wärmebildkameras bis hin zur technischen Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person.

Leistungsnachweise und zivilgesellschaftliches Engagement

Neben der spielerischen Heranführung dienen standardisierte Prüfungen der Qualitätssicherung in der Ausbildung. Sieben Mitglieder der Jugendfeuerwehr Werne erwarben im September 2026 in Bad Oeynhausen die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. Dabei wurden physische und technische Leistungen abgefragt: Im Kugelstoßen erreichte die Gruppe eine Weite von durchschnittlich 6,11 Metern, während der 1.500-Meter-Staffellauf in 4:15 Minuten absolviert wurde.

Im Löschangriff erzielte das Team mit 4 von 4 Punkten die Tagesbestleistung. Zudem mussten acht C-Schläuche in einer Zeit von 75 Sekunden fehlerfrei ausgelegt werden.

Dass die Ausbildung bereits im frühen Stadium zu realen Erfolgen führen kann, zeigte ein Vorfall in Seebenstein am 19. August 2026. Zwei Mitglieder der örtlichen Feuerwehrjugend entdeckten an der Pitten einen beginnenden Brand in einem Abfallbehälter. Durch das Absetzen eines Alarms und den Einsatz geeigneter Löschmittel konnten die Jugendlichen eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindern, bevor professionelle Kräfte eintrafen.

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Ergänzend zur feuerwehrspezifischen Arbeit existieren präventive Projekte in Bildungseinrichtungen. Das Universitätsklinikum Würzburg bietet mit dem Projekt „Lebensretter – Kids save lives“ Reanimationstrainings für Schulklassen an. Das Programm umfasst die Wiederbelebung, Wundversorgung und den Umgang mit Bewusstlosen.

Ziel ist es, bereits Schülern der 7. und 8. Jahrgangsstufe die notwendige Sicherheit für medizinische Notfälle zu vermitteln. Unterstützt wird die Initiative durch Spenden von sechs regionalen Rotary Clubs, die die Bereitstellung des notwendigen Übungsmaterials ermöglichen.

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