Feuerwehr-Ausbildung in NRW: Neue Grundlagenausbildung setzt auf HLF-Praxis
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 15:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Arbeitsgemeinschaft ARGE SCHU hat an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest Führungskräfte und Ausbilder über die neue Grundlagenausbildung der Freiwilligen Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen informiert.
Die vom Institut der Feuerwehr NRW (IdF NRW) veröffentlichte Konzeption bildet seit 2026 die Ausbildungsgrundlage für den freiwilligen Feuerwehrdienst im Bundesland. Die ARGE SCHU bündelt die Zusammenarbeit der Feuerwehren aus den Kreisen Soest, Unna und Coesfeld sowie der kreisfreien Stadt Hamm.
Breitere Befähigung für moderne Einsatzfahrzeuge
Das reformierte Ausbildungsmodell zielt darauf ab, angehende Einsatzkräfte von Beginn an flexibler aufzustellen. Nach dem Durchlaufen der neuen Grundlagenausbildung soll eine Einsatzkraft dazu befähigt sein, sämtliche Truppfunktionen innerhalb einer Staffel oder Gruppe wahrzunehmen.
Einen wesentlichen Schwerpunkt bildet dabei die technische Ausstattung: Die Einsatzkräfte lernen, die Einsatzmittel eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) zu bedienen. Neben der direkten Vorbereitung auf die reguläre Einsatzpraxis legt der Lehrgang zugleich das inhaltliche Fundament für weiterführende Qualifikationen, insbesondere für die nachfolgende Truppführer-Ausbildung.
Praxisnahe Ausbildungsszenarien und Kommunikation
Inhaltlich rückt die Konzeption des IdF NRW praktische Übungseinheiten in den Mittelpunkt. Im Fokus stehen dabei Standardeinsatzlagen, die im Feuerwehralltag eine zentrale Rolle spielen. Dazu zählen spezifische Einsatzübungen zu den Themen Türöffnung, Kleinbrand, Verkehrsunfall und Wohnungsbrand.
Die neue Grundlagenausbildung stellt Ausbilder vor eine klare Aufgabe: Einsatzkräfte sollen vom ersten Lehrgang an alle Truppfunktionen einer Staffel oder Gruppe abdecken und die Einsatzmittel eines HLF sicher bedienen. Dieser kostenlose Praxisleitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die Übungseinheiten zu Türöffnung, Kleinbrand, Verkehrsunfall und Wohnungsbrand strukturiert aufbauen und Ihr Ausbilderteam auf einen Stand bringen. Kostenlosen Praxisleitfaden jetzt anfordern
Über die rein handwerklichen und feuerwehrtechnischen Handgriffe hinaus legt die Ausbildungsordnung ein starkes Gewicht auf Teamarbeit und Kommunikation. Diese Faktoren gelten im Einsatzdienst als essenziell, um die Sicherheit der Trupps bei unübersichtlichen Lagen zu gewährleisten und koordinierte Abläufe sicherzustellen.
Interkommunale Abstimmung über Kreisgrenzen hinweg
Für die beteiligten Wehren der ARGE SCHU ist die gemeinsame Ausrichtung an den landesweiten Vorgaben ein weiterer Schritt zur Vereinheitlichung der Ausbildungsstandards. Die Kooperation über kommunale Grenzen hinweg ist in der Region bereits etabliert: Die an die Grundlagenausbildung anschließende Truppführer-Ausbildung wird innerhalb der ARGE SCHU bereits gemeinsam durchgeführt.
Wer die Grundlagenausbildung in mehreren Kreisen und Städten vermittelt, kennt das Problem: Jeder Ausbilder deutet die Vorgaben anders, und die Standards driften auseinander. Der kostenlose Musterplan zeigt, wie Sie Lehrgangsinhalte, Übungsabläufe und Zuständigkeiten über kommunale Grenzen hinweg verbindlich abstimmen — damit jede Einsatzkraft dieselbe Ausbildung erhält. Musterplan für die Ausbildungsabstimmung sichern
Durch das Informations- und Abstimmungstreffen an der FH Südwestfalen sollen Führungskräfte und Ausbilder auf einen einheitlichen Stand bezüglich des beim IdF NRW publizierten Konzepts gebracht werden, um eine konsistente Vermittlung der neuen Ausbildungsinhalte in den beteiligten Kreisen und der Stadt Hamm zu gewährleisten.
