Feuerwehr-Ausbildung, G3F-Training

Feuerwehr-Ausbildung: G3F-Training für Vegetationsbrandbekämpfung

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 22:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hagenbergs Feuerwehr erprobte G3F-Techniken im Echtfeuer. Ergänzend zeigen Schulungen in Braunau und Leopoldschlag den Fokus auf Absturzsicherung.

Feuerwehr Hagenberg trainiert Vegetationsbrandbekämpfung mit Echtfeuer
Ein abgeerntetes Stoppelfeld mit einer kontrollierten Brandstelle und aufsteigendem Rauch bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Freiwillige Feuerwehr Hagenberg hat am 7. September 2026 eine umfassende Praxisausbildung im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung durchgeführt. Im Zentrum der Maßnahme stand die sogenannte G3F-Ausbildung (Ground Forest Firefighting), die Einsatzkräfte gezielt auf die technischen und taktischen Anforderungen bei Wald- und Flurbränden vorbereitet.

Angesichts veränderter klimatischer Bedingungen gewinnen solche spezialisierten Trainingsmodule zunehmend an Bedeutung für die kommunale Gefahrenabwehr.

Intensive Schulung in Bodenbrandbekämpfung

Die Leitung der Praxisausbildung oblag einem erfahrenen Ausbilderteam des Bezirksfeuerwehrkommandos (BFK) Freistadt. Die Ausbilder Dominik Hofreiter und Mario Affenzeller vermittelten den Teilnehmern der Feuerwehr Hagenberg sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Fertigkeiten, die über die Standardbrandbekämpfung hinausgehen.

Ein wesentlicher Bestandteil der G3F-Methodik ist der Einsatz von Werkzeugen und Techniken, die speziell für unwegsames Gelände oder wasserarme Einsatzgebiete entwickelt wurden.

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Im Rahmen der Ausbildung wurden verschiedene spezialisierte Gerätschaften eingesetzt. Dazu gehörten unter anderem Feuerpatschen und Löschrucksäcke, die eine mobile und flexible Brandbekämpfung ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Anlegen von Wundstreifen. Diese vegetationsfreien Kontrolllinien dienen dazu, dem Feuer den Brennstoff zu entziehen und so eine weitere Ausbreitung am Boden zu stoppen.

Um die Wirksamkeit dieser Methoden unter realistischen Bedingungen zu erproben, wurde die Ausbildung durch eine Übung mit Echtfeuer auf einem Stoppelfeld ergänzt. Dies ermöglichte es den Einsatzkräften, das Brandverhalten sowie den direkten Löscherfolg unmittelbar zu beobachten und zu bewerten.

Kontinuierliche Weiterbildung in der Absturzsicherung

Neben der Brandbekämpfung bildet die Sicherung in schwierigem Gelände einen weiteren Schwerpunkt der regionalen Feuerwehrausbildung. Bereits im August fand eine entsprechende Multiplikatorenschulung zur Absturzsicherung im Bezirk Braunau statt.

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Am 8. August 2026 wurden dabei 25 Feuerwehrmitglieder von insgesamt acht Ausbildern geschult. Das Programm umfasste neben theoretischen Einheiten auch eine intensive Knotenkunde sowie die Überprüfung von Sicherungsketten.

In praktischen Übungen, die unter anderem in steilem Gelände und im Vorstieg durchgeführt wurden, vertieften die Teilnehmer ihre Kenntnisse. Diese Schulung wird vom Bezirksfeuerwehrkommando Braunau jährlich angeboten, um einen hohen Sicherheitsstandard bei Einsätzen in Höhen oder Tiefen zu gewährleisten.

Auch auf Ebene der einzelnen Feuerwehren werden diese Kompetenzen regelmäßig trainiert. So führte die Freiwillige Feuerwehr Leopoldschlag bereits am 8. Juni 2026 eine Monatsübung zum Thema Absturzsicherung durch. Dabei standen die korrekte Knotentechnik, das ordnungsgemäße Anlegen des H-Gurtes sowie verschiedene Methoden der Eigensicherung im Vordergrund. Wie die Feuerwehr Leopoldschlag mitteilte, findet diese spezialisierte Übung turnusgemäß einmal pro Jahr statt.

Die regelmäßigen Ausbildungsformate in den Bereichen Vegetationsbrandbekämpfung und Absturzsicherung unterstreichen das Bestreben der Feuerwehren, auf komplexe Einsatzszenarien vorbereitet zu sein. Durch die Kooperation mit den Bezirksfeuerwehrkommandos wird sichergestellt, dass aktuelles Fachwissen und moderne Einsatztaktiken flächendeckend in den Dienstbetrieb der örtlichen Wehren integriert werden.

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