FES, Frankfurt-Höchst

FES in Frankfurt-Höchst: 48 Werkswohnungen sind jetzt bezugsfertig

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 05:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das FES-Projekt ist bezugsbereit; laut IW bleiben betriebliche Wohnungen trotz einzelner Initiativen in Hessen eine Ausnahme.
Ein neu errichtetes, modernes Wohngebäude mit hellen Fassadenelementen und Balkonen in einer städtischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) hat in Frankfurt-Höchst ein eigenes Wohnbauprojekt für Beschäftigte abgeschlossen. Der neu errichtete Komplex umfasst 48 Werkswohnungen und steht nun bezugsfertig bereit.

Der Einzug der Mieter erfolgt rund zwei Jahre nach dem offiziellen Spatenstich des Bauvorhabens. Mit diesem Schritt reagiert das kommunale Entsorgungsunternehmen auf die angespannte Lage auf dem regionalen Wohnungsmarkt und schafft zusätzlichen Wohnraum für die eigene Belegschaft.

Die neu geschaffenen Einheiten in Frankfurt-Höchst weisen unterschiedliche Zuschnitte auf, um den Bedürfnissen verschiedener Beschäftigtengruppen gerecht zu werden. Das Angebot der FES reicht von kompakten Ein-Zimmer-Wohnungen bis hin zu familiengerechten Fünf-Zimmer-Wohnungen. Damit deckt das Vorhaben sowohl den Bedarf für alleinstehende Arbeitskräfte als auch für Angestellte mit Familien ab.

Weitere Bauprojekte im hessischen Gesundheitssektor

Das FES-Projekt steht in einer Reihe von betrieblichen Wohnungsbauinitiativen im Bundesland Hessen, insbesondere im Dienstleistungs- und Gesundheitssektor. Auch Kliniken nutzen zunehmend Wohnraumangebote, um Fachkräfte zu gewinnen und an den jeweiligen Standort zu binden.

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So feierten die Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Ende September das Richtfest für ein umfangreiches Bauvorhaben in Wiesbaden. Dort entstehen insgesamt 168 Betriebswohnungen, die künftig Personal der Kliniken zur Verfügung stehen sollen.

Ein ähnliches Vorhaben verfolgt das Unternehmen Vitos in Mittelhessen: In Gießen befindet sich gegenwärtig ein Wohnheim im Bau. Die Immobilie umfasst 38 Einheiten, deren Fertigstellung für das Jahresende geplant ist.

IW sieht keine flächendeckende Renaissance der Betriebswohnung

Trotz einzelner Großprojekte wie jenem der FES oder der Initiativen im Gesundheitswesen bleibt der Bau eigener Wohnungen durch Arbeitgeber nach wie vor die Ausnahme. Nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist eine flächendeckende Verbreitung von Werkswohnungen gegenwärtig nicht in Sicht.

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Zwar gewinne das Instrument in Ballungsräumen und bei großen Arbeitgebern im Wettbewerb um Arbeitskräfte punktuell an Attraktivität, das Format bilde jedoch kein flächendeckendes Marktmodell im deutschen Wohnungssektor ab. Hohe Baukosten und planerischer Aufwand begrenzen entsprechende Vorhaben zumeist auf etablierte Großunternehmen oder öffentlichkeitsnahe Betriebe, die Wohnraum gezielt als Vorteil bei der Personalsuche einsetzen.

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