US-Notenbank, Leitzins

Fed hält Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent stabil

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 19:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Federal Reserve hält nach der Erhöhung im September an ihrem aktuellen Zinsniveau fest. Für die weitere Geldpolitik bleiben Inflationsentwicklung und Konjunkturdaten entscheidend.

Folgen für den weiteren Fed-Kurs

  • Der Zentralbankrat der Federal Reserve teilte die Entscheidung in Washington mit.
  • Die Zinsspanne bleibt bei 3,75 bis 4,00 Prozent.
  • Die Zinspause folgt auf die erste Zinserhöhung seit Jahren Mitte September.
Die US-Notenbank hält den Leitzins stabil. (Archivbild) - Bild: Andrew Harnik/AP/dpa

Fed hält Leitzins in Washington stabil

Nach der ersten Zinserhöhung seit Jahren Mitte September behält die US-Notenbank den Leitzins bei. Die Zinsspanne bleibt damit bei 3,75 bis 4,00 Prozent, wie der Zentralbankrat der Federal Reserve in Washington mitteilte.

Zinserhöhung im September

Mit der Entscheidung legt die Fed zunächst eine Zinspause ein. Der Beschluss folgt auf die Anhebung im September, die nach der dpa-Meldung die erste Zinserhöhung seit Jahren war.

Geldpolitik bleibt restriktiv

Das Zinsniveau soll den Preisdruck begrenzen und zugleich die wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen. Für Unternehmen und private Haushalte bleiben Kredite damit vergleichsweise teuer.

Blick auf den weiteren Kurs

Die nächsten geldpolitischen Signale werden davon abhängen, wie sich Inflation, Arbeitsmarkt und Wirtschaft entwickeln. Eine unveränderte Zinsspanne bedeutet zunächst, dass die Notenbank ihren bisherigen Kurs fortsetzt.

Die Zinspause folgt auf die erste Anhebung seit Jahren im September. Mit der unveränderten Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent hält die Federal Reserve zunächst an einem restriktiven Kurs fest, statt die Geldpolitik weiter zu verschärfen.

Im Mittelpunkt steht der Zielkonflikt zwischen weiterhin erhöhtem Preisdruck und einer nachlassenden Dynamik am Arbeitsmarkt. Die US-Inflation lag im September bei 3,7 Prozent, während die Beschäftigungsentwicklung schwächer ausfiel. Zugleich blieb die Wirtschaftsleistung robust genug, um einen unmittelbaren Lockerungsschritt nicht nahezulegen.

Inflation und nächste Sitzung

Für die Finanzmärkte richtet sich der Blick deshalb auf die Signale der Notenbank für den weiteren Kurs. Besonders relevant sind neue Inflations- und Konjunkturdaten sowie die Frage, ob eine weitere Zinserhöhung im Dezember in Betracht kommt.

Die Entscheidung wirkt auch über die USA hinaus. Ein höheres Zinsniveau kann den Dollar stützen und die Finanzierungskosten für Unternehmen, Staaten und private Haushalte erhöhen. Für deutsche Sparer, Kreditnehmer und Anleger bleiben damit die US-Zinsentscheidungen ein wichtiger Einflussfaktor für Wechselkurse, Kapitalmärkte und globale Finanzierungskonditionen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Euronews: „Fed-Entscheid im Fokus: Warsh ringt mit hoher Inflation, Ölpreisen und US-Zwischenwahlen“ (27.10.2026)

Euronews habe vor der Entscheidung eine unveränderte Zinsspanne von 3,75 bis 4,00 Prozent erwartet und den weiteren Kurs der Fed als abhängig von Inflation, Energiepreisen und Konjunkturdaten beschrieben. Der Schwerpunkt habe auf der möglichen nächsten Zinserhöhung und den Signalen des Notenbankchefs gelegen.

FOCUS online: „Fed vor Zinsentscheidung: Bitcoin droht neuer Verkaufsdruck“ (27.10.2026)

FOCUS online habe die erwartete Zinspause vor allem mit möglichen Folgen für Bitcoin und andere Risikoanlagen verbunden. Der Beitrag habe zugleich auf abweichende Einschätzungen zu einer weiteren Zinserhöhung und auf den Inflationsdruck verwiesen.

Beide Beiträge hätten die unveränderte Zinsspanne als erwartetes Szenario eingeordnet. Unterschiede hätten vor allem beim Schwerpunkt bestanden: Während Euronews den geldpolitischen Kurs und die Konjunktur betont habe, habe FOCUS online die Auswirkungen auf Kryptowährungen herausgestellt.

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