Factoring-Markt, Umsatz

Factoring-Markt: Umsatz wächst trotz Rekord-Insolvenzen

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 20:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der deutsche Factoringumsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 um 2,4 Prozent, während Insolvenzen und Betrugsrisiken die Institute belasteten.

Factoringmarkt wächst trotz höherer Insolvenzen im ersten Halbjahr
Leere, modern gestaltete Fabrikhalle mit hohen Decken und natürlichem Lichteinfall, die Stabilität und wirtschaftliches Wachstum symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Der Factoringmarkt im deutschen Mittelstand hat sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 positiv entwickelt. Trotz eines zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und einer wachsenden Zahl von Firmenpleiten legte der Factoringumsatz bereinigt um 2,4 Prozent gegenüber dem Stand von Ende 2025 zu. Dies geht aus der Halbjahresumfrage des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand e. V. (BFM) hervor, über die am 14. September 2026 berichtet wurde.

Die Umsatzentwicklung fiel bei den einzelnen Instituten jedoch sehr unterschiedlich aus. Wie die Verbandsumfrage zeigt, reichte die Spanne der Veränderungsraten von minus 13 Prozent bis hin zu einem Zuwachs von 150 Prozent.

Optimistische Geschäftserwartungen überwiegen

Trotz der Spreizung blickt die Mehrheit der im Verband organisierten Gesellschaften zuversichtlich nach vorne. Laut dem BFM erwarten mehr als 70 Prozent der Institute ein steigendes Geschäft. Rund 24 Prozent rechnen mit einem gleichbleibenden Geschäftsverlauf. Einen Rückgang prognostizieren hingegen weniger als 6 Prozent der befragten Factoringunternehmen.

Das Instrument des Forderungsverkaufs bleibt für viele mittelständische Firmen ein wichtiger Baustein zur Absicherung von Liquidität und zum Schutz vor Zahlungsausfällen. Dies spiegelt sich auch in der Einschätzung der aktuellen Risikolage wider.

Insolvenzen und Kriminalität als Hauptsorgen

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Die Factoringbranche wächst im ersten Halbjahr 2026 bereinigt um 2,4 Prozent — trotz eines Anstiegs der Unternehmensinsolvenzen um 8 Prozent auf den höchsten Stand seit 2013. Für Mittelständler bleibt der Forderungsverkauf ein wichtiger Baustein zur Liquiditätssicherung. Unser kostenloser Leitfaden zeigt, wie Sie Forderungen absichern und Factoringbetrug erkennen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Die Zunahme der Insolvenzen stellt für die Anbieter eine erhebliche Belastung dar. Nach BFM-Angaben stufen rund 77 Prozent der Institute die steigenden Insolvenzzahlen als geschäftliches Risiko ein.

Der Druck aus der Gesamtwirtschaft ist messbar: Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform stiegen die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit erreichten die Firmenpleiten den höchsten Stand seit dem Jahr 2013.

Neben Ausfallrisiken beschäftigen operative und technologische Gefahren die Branche. Ebenfalls jeweils rund 77 Prozent der Institute nannten Factoringbetrug sowie die Digitalisierung als zentrale Herausforderungen. Zudem bereitet Cybercrime der Branche Sorgen: Rund 53 Prozent der befragten Häuser führten diesen Bereich als Herausforderung an.

Entlastung bei regulatorischen Vorgaben

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Rund 77 Prozent der Factoringinstitute nennen Factoringbetrug als zentrale Herausforderung, 53 Prozent sehen Cybercrime als Risiko. Wer Forderungen verkauft, muss die Betrugsmuster kennen — und den Partner, der sie abwehrt. Die Checkliste zeigt, wie Sie sich schützen. Checkliste Factoringbetrug jetzt sichern

Bei anderen betrieblichen Rahmenbedingungen zeichnet sich ein differenziertes Bild ab. Die eigene Refinanzierung wird derzeit von rund 29 Prozent der Factoringgesellschaften als problematisch eingestuft. Die Zusammenarbeit mit oder Verfügbarkeit von Warenkreditversicherern bereitet rund 24 Prozent der Institute Schwierigkeiten. Den Faktor Personal bezeichneten rund 35 Prozent als herausfordernd.

Leichte Entspannung meldet die Branche bei den regulatorischen Auflagen: Rund 47 Prozent der Institute nannten die Regulierung als Herausforderung. In der vorangegangenen Erhebung hatte dieser Wert noch bei rund 58 Prozent gelegen.

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