Fachkräftemangel, Berufe

Fachkräftemangel: 157 Berufe gelten als Engpass – Staat investiert vier Milliarden

31.05.2026 - 12:48:27 | boerse-global.de

Die Arbeitslosigkeit sinkt auf 2,95 Millionen, während der Fachkräftemangel in 157 Berufen Unternehmen zu Quereinsteiger-Programmen zwingt.

Fachkräftemangel: 157 Berufe gelten als Engpass – Staat investiert vier Milliarden - Foto: über boerse-global.de
Fachkräftemangel: 157 Berufe gelten als Engpass – Staat investiert vier Milliarden - Foto: über boerse-global.de

Besonders gefragt sind Bürokaufleute, und immer mehr Unternehmen setzen auf gezielte Programme für Quereinsteiger.

Anzeige

Um die wachsende Zahl an Neueinstellungen effizient zu bewältigen, setzen immer mehr HR-Profis auf strukturierte Prozesse. Dieser kostenlose Download liefert Ihnen eine bewährte Muster-Checkliste, mit der Sie neue Mitarbeiter schneller einarbeiten und langfristig binden. Onboarding-Checkliste jetzt kostenlos herunterladen

Sinkende Arbeitslosigkeit, steigender Bedarf

Die Bundesagentur für Arbeit meldet für Ende Mai 2026 einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 58.000 auf 2,95 Millionen. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 6,3 Prozent. Gleichzeitig wächst der Personalbedarf: 643.000 offene Stellen sind registriert – ein Plus von 8.000 innerhalb eines Jahres.

Besonders auffällig: 157 Berufe gelten als Engpass. Um die Lücken zu schließen, stellt der Staat rund vier Milliarden Euro für Weiterbildungen bereit. Ein Problem zeigt sich auch am Ausbildungsmarkt: Zwar wurden 382.000 Lehrstellen gemeldet, doch 199.000 Bewerber fanden keinen Platz.

Büroberufe: Regionale Unterschiede bei Gehältern

Die Nachfrage nach Bürokaufleuten ist in vielen Regionen hoch. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen:

Bayreuth meldet knapp 100 offene Stellen für Bürokaufleute. Die Gehälter variieren stark: Stundenlöhne zwischen 16 und 24 Euro sind üblich, qualifizierte Kräfte können bis zu 50.400 Euro im Jahr verdienen.

Bremerhaven sucht über 450 Bürofachkräfte – sowohl lokal als auch bundesweit. Kanzleien, Logistikunternehmen und Arztpraxen sind auf der Suche.

Berlin bietet Chancen bei Banken, Architekturbüros und Dienstleistern wie dem ADAC oder MEWA.

In der angrenzenden Region Vorarlberg liegen die Einstiegsgehälter für Büroberufe bei 2.000 bis 2.400 Euro brutto im Monat. Erfahrene Kräfte verdienen zwischen 2.500 und 3.200 Euro, Spezialisten kommen auf über 4.200 Euro.

Quereinsteiger: Die neue Hoffnung der Personalabteilungen

Immer mehr Betriebe öffnen sich für Bewerber ohne klassische Ausbildung. In Stuttgart waren Ende Mai über 200 Bürostellen speziell für Quereinsteiger ausgeschrieben – bei Steuerberatungen und Dienstleistern. Augsburg meldet über 100 solcher Positionen, unter anderem bei der Deutschen Rentenversicherung Schwaben und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Ein besonders strukturiertes Programm bietet die Deutsche Bahn in Nordhausen. Sie sucht Quereinsteiger für eine neunmonatige Umschulung zum Zugverkehrssteuerer. Voraussetzung: ein abgeschlossener Beruf (egal welcher), PC-Grundkenntnisse und ein Führerschein. Das Einstiegsgehalt liegt bei 45.000 Euro brutto im Jahr plus Zulagen.

Anzeige

Angesichts des hohen Personalbedarfs und der vielen Quereinsteiger ist eine präzise Planung wichtiger denn je. Mit diesem gratis E-Book erhalten Führungskräfte hilfreiche Checklisten und Methoden, um ihren Personalbedarf strukturiert und zahlenbasiert zu berechnen. Gratis-Ratgeber zur Personalbedarfsplanung sichern

Spezialisten gesucht: Steuern und Zahnmedizin

Neben allgemeinen Büroberufen fehlt es an Fachkräften mit Spezialwissen. Im Dentalbereich sind bundesweit rund 50 Stellen für Zahnmedizinische Verwaltungsassistenten (ZMV) offen – viele mit Homeoffice-Option. In Mannheim liegen die Monatsgehälter zwischen 3.000 und 3.600 Euro.

Auch die Steuerbranche sucht händeringend Personal. In Zwickau werben Firmen wie PROTECTA um Steuerfachangestellte und Bilanzbuchhalter. Lockmittel: mobiles Arbeiten, flexible Zeiten und Zuschüsse zur Kinderbetreuung.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 69454418 |