Exilby, BfArM

Exilby zugelassen: BfArM genehmigt Cannabis-Arzneimittel gegen Rückenschmerz

18.06.2026 - 00:18:20 | boerse-global.de

Europäische Premiere: Cannabis-basiertes Fertigarzneimittel Exilby erhält Zulassung gegen chronische Rückenschmerzen.

BfArM lässt erstes Cannabis-Medikament gegen Rückenschmerzen zu
Exilby - Eine Person führt eine Rückenübung in einer ruhigen, modernen Umgebung durch, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Juni 2026 Exilby zugelassen – das erste cannabisbasierte Fertigarzneimittel Europas speziell gegen chronische Rückenschmerzen. Entwickelt wurde das Präparat vom Münchner Hersteller Vertanical. Es basiert auf einem THC-reichen Vollspektrumextrakt und richtet sich an Patienten mit neuropathischer Schmerzkomponente.

In einer Phase-3-Studie mit 820 Teilnehmern zeigte sich: Die Schmerzreduktion lag bei 1,9 Punkten auf der Schmerzskala, die Placebogruppe erreichte 1,4 Punkte. Laut Hersteller besteht zudem kein nachweisbares Abhängigkeitspotenzial. Die Markteinführung startet im September 2026 in Deutschland und Österreich.

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Bewegung als wirksamste Prävention

Doch nicht nur Medikamente helfen. Experten setzen vor allem auf regelmäßige Bewegung – besonders bei Menschen ab 55 Jahren. In dieser Lebensphase nimmt die Muskelkraft ab, die Bandscheiben verlieren Flüssigkeit. Empfohlen werden kurze Abendroutinen von etwa zehn Minuten. Effektive Übungen: Beckenkippung, Katze-Kuh im Vierfüßlerstand und die Hüftbrücke.

Der Public-Health-Experte Dr. Murat Yayc? warnt: Halten Schmerzen länger als sechs Wochen an, ist eine fachärztliche Abklärung nötig. Bei akuten Beschwerden helfen moderate Belastungen wie tägliche 30-minütige Spaziergänge, Schwimmen oder Yoga. Auch ergonomische Anpassungen entlasten – etwa ein Kissen zwischen den Knien bei Seitenschläfern.

Entspannung wissenschaftlich belegt

Stressreduktion beugt Verspannungen vor. Die Progressive Muskelentspannung (PMR) nach Jacobson gilt als wissenschaftlich fundiert. Aktuelle Metaanalysen aus 2024 und 2025 mit 2.277 Patienten belegen eine signifikant verbesserte Schlafqualität durch diese Methode.

Ältere Analysen von 27 Studien (1997 bis 2007) zeigten zudem eine deutliche Reduktion von Angstzuständen. Die Technik: Muskelgruppen fünf bis zehn Sekunden anspannen, dann lösen. Das aktiviert den Parasympathikus und senkt Herzfrequenz und Cortisolspiegel. Anwendung findet PMR bei Stress, Schlafproblemen sowie Nacken- und Rückenschmerzen.

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Regionale Angebote boomen

Die praktische Umsetzung läuft vielerorts. In Karben startete Mitte Juni ein spezialisierter Rückbildungs-Yoga-Kurs unter Hebammenleitung – mit funktioneller Beckenbodengymnastik und postnatalem Yoga. In Göttingen begann am 17. Juni ein kostenloses Yoga-Angebot auf den Schillerwiesen, das wöchentlich stattfindet.

Weitere Termine: Am 19. Juni gibt es in Böblingen eine Pilates-Session für Einsteiger im Obstbaugarten. Bernau bei Berlin bietet am 22. Juni Kurse für sanfte Gymnastik und Pilates an. Ein Yoga-Kurs zur Stärkung der Körpermitte folgt dort am 24. Juni.

Auch Mimiktraining gewinnt an Bedeutung. Fachleute wie Constanze Sixt betonen: Gezielte Entspannung der Stirnmuskulatur erzielt nachhaltige Effekte ohne invasive Methoden – besonders relevant für die Altersgruppe zwischen 30 und 60 Jahren.

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