Evosoft schließt: 377 Arbeitsplätze nach Osteuropa und Indien
30.05.2026 - 17:30:44 | boerse-global.deEvosoft verlagert Entwicklung nach Osteuropa
Die Siemens-Tochter Evosoft schließt ihre deutschen Standorte bis Ende 2027. Betroffen sind 377 Mitarbeiter, davon 340 in Mittelfranken. Das Unternehmen verlagert seine Aufträge nach Osteuropa und Indien. Verhandlungen über einen Sozialplan sollen nach Pfingsten beginnen.
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Der Mutterkonzern Siemens selbst schließt seinen Standort Nürnberg-Moorenbrunn – allerdings ohne Jobverluste. Nach Ablauf des Mietvertrags 2026 ziehen 1.600 der 2.000 Beschäftigten nach Erlangen um, die restlichen 400 nach Fürth.
Findus schließt Produktion in der Schweiz
Der Tiefkühlkost-Hersteller Findus macht sein Werk im schweizerischen Rorschach zum Jahresende 2026 dicht. 45 Vollzeitstellen fallen weg. Ein seit April laufendes Konsultationsverfahren brachte keine Alternative – auch ein geplanter Management-Buy-out durch die Belegschaft scheiterte. Die Produktion von Lasagne und Cannelloni wandert nach Italien und Spanien. Die Verwaltungszentrale in Wallisellen mit 35 Mitarbeitern bleibt bestehen.
Luxus-Sektor zieht sich zurück
Der Schweizer Schuhhersteller Bally schließt fünf Filialen in Luzern, Basel, Lugano, Lausanne und Genf. Zudem endet die Produktion am Standort Caslano im Tessin – 27 Mitarbeiter sind betroffen. Künftig wird nur noch in Italien, Portugal, Spanien und China gefertigt.
UBS baut weiter ab
Die Integration der Credit Suisse kostet weiterhin Stellen. Die UBS streicht Hunderte Positionen in der Region Europa, Naher Osten und Afrika – vor allem in Support-Funktionen. Seit der Übernahme sank die Belegschaft um rund 17.500 auf 101.594 Mitarbeiter (Stand: 31. März 2026).
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Deutscher Einzelhandel schrumpft drastisch
Eine Studie zeigt den langfristigen Niedergang: Zwischen 2010 und 2025 sank die Zahl der Einzelhandelsbetriebe in Deutschland um 16 Prozent auf 316.310. Besonders hart traf es kleine Läden mit Jahresumsätzen unter 250.000 Euro – sie verloren 28 Prozent und schrumpften auf 170.770. Die Zahl der Großunternehmen mit über 25 Millionen Euro Umsatz verdoppelte sich dagegen auf 2.420.
Transfergesellschaften boomen
Die wirtschaftliche Schieflage zeigt sich auch bei den Transfergesellschaften: Ende 2024 waren knapp 10.000 Menschen dort beschäftigt, Ende 2025 bereits rund 15.000. Über 11.000 von ihnen kamen aus der Industrie.
Krankenhäuser warnen vor Stellenabbau
Auch das Gesundheitswesen gerät unter Druck. Die Führung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg warnt vor zweistelligen Millionverlusten durch das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Der Betriebsrat befürchtet Jobabbau und schlechtere Patientenversorgung. Die erste Lesung im Bundestag ist für Juni angesetzt.
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