Evakuierungen, Menschen

Evakuierungen weltweit: 50.000 Menschen vor Explosion in USA gerettet

29.05.2026 - 10:19:21 | boerse-global.de

Mehrere Evakuierungen in der Schweiz und Deutschland wegen Gaslecks und Bränden. Größter Einsatz in Moers mit 3.250 Betroffenen.

Evakuierungen weltweit: 50.000 Menschen vor Explosion in USA gerettet - Foto: über boerse-global.de
Evakuierungen weltweit: 50.000 Menschen vor Explosion in USA gerettet - Foto: über boerse-global.de

Besonders betroffen: die Schweiz und Deutschland.

Schweiz: Einkaufszentren geräumt

Am heutigen Freitag musste das Chilematt-Einkaufszentrum im schweizerischen Unterägeri evakuiert werden. Übel riechende Dämpfe waren in das Gebäude eingedrungen. Die Ursache: Asphaltarbeiten im Freien – die giftigen Schwaden gelangten über die Lüftungsanlage ins Innere. Rund 30 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Vier Personen im Alter zwischen 53 und 62 Jahren klagten über Unwohlsein, eine Frau kam ins Krankenhaus. Der Kantonschemiker und das Toxikologische Institut Zürich gaben jedoch Entwarnung: Eine ernsthafte Gesundheitsgefahr bestand nicht. Das Gebäude wurde belüftet und später wieder freigegeben.

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Nur wenige Stunden zuvor brannte es in einem anderen Schweizer Einkaufszentrum. Auf der Via Cantonale in Grancia brach kurz nach 16:30 Uhr ein Feuer im Dachgeschoss aus. Dichter Rauch quoll aus dem Gebäude, rund 200 Menschen wurden vorsorglich evakuiert. Die Feuerwehr Lugano löschte die Flammen – Verletzte gab es keine.

Deutschland: Chemie-Unfälle und Bombenfund

Auch in Deutschland hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. In Nürnberg wurde am Donnerstag ein Supermarkt geräumt. Aus der Kühlanlage trat Kältemittel aus. Mitarbeiter leiteten sofort die Evakuierung ein. Die Feuerwehr lokalisierte das Leck und maß erhöhte CO2-Werte. Die rund 20 Einsatzkräfte blieben unverletzt.

Ein gefährlicher Chemie-Unfall ereignete sich bereits am Mittwoch beim Pharmazeutischen Hersteller Deutsche Homöopathie-Union (DHU) in Karlsruhe. Salpetersäure war ausgelaufen. 30 Feuerwehrleute rückten an, das Gebäude wurde geräumt. Drei Personen wurden untersucht, ein Mitarbeiter erlitt eine leichte Verletzung durch einen Säuretropfen an der Hand. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.

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In Kirchheim unter Teck sorgte ein massives Gasleck im Keller eines Restaurants für Aufregung. Elf Menschen wurden aus dem Lokal und den Nachbargebäuden evakuiert. Verletzt wurde niemand, doch der Energieversorger musste Gas und Strom abstellen. Die Wohnungen über dem Restaurant sind vorerst unbewohnbar.

Weltkriegsbombe in Moers: 3.250 Menschen evakuiert

Die größte Evakuierung in Deutschland dieser Woche fand am Donnerstag in Moers statt. Bei Bauarbeiten war eine 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Folgen waren massiv: 3.250 Menschen mussten ihre Häuser verlassen – darunter 450 Patienten eines Krankenhauses und 200 Bewohner eines Seniorenheims. Eine zweite, kleinere Bombe wurde ebenfalls gefunden. Rund 600 Feuerwehrleute koordinierten die Aktion. Kurz nach Mitternacht erfolgte die kontrollierte Sprengung.

USA: 50.000 Menschen vor Explosion gerettet

Die wohl dramatischste Evakuierung der Woche ereignete sich jedoch am Mittwoch im kalifornischen Garden Grove. Ein Riss in einem Tank mit Methylmethacrylat drohte zu einer gewaltigen Explosion zu führen. Die Behörden ordneten die Evakuierung von rund 50.000 Menschen an. Noch am selben Tag konnte die Gefahr gebannt werden – die Anordnungen wurden teilweise aufgehoben.

Weitere Einsätze: Chlor und Batteriebrand

In Wanzleben löste am Mittwoch ein Chloralarm im Schwimmbad einen Großeinsatz aus. Ein Leck in der Chloranlage wurde entdeckt. Zehn Fahrzeuge und 49 Einsatzkräfte sicherten den Bereich. In Bad Berka machte ein Batteriebrand im Keller eines Wohnhauses am Donnerstag das Gebäude vorübergehend unbewohnbar – giftige Gase hatten sich ausgebreitet.

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