Eurozone, Inflation

Eurozone: Inflation steigt weiter deutlich wegen hoher Energiepreise

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 11:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Inflation in der Eurozone ist im September wegen hoher Energiepreise weiter deutlich auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen.

Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 3,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate seit September 2023.

Im August hatte die Inflationsrate bei 3,2 Prozent und im Juli bei 2,9 Prozent gelegen. Die Teuerung steigt damit immer stärker über das von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Ziel von mittelfristig zwei Prozent, bei der die EZB die Preisstabilität als gewährleistet ansieht.

Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg der Rate auf 3,7 Prozent erwartet. Im September hat sich der Anstieg der Energiepreise erneut beschleunigt. Hier meldet Eurostat ein Plus von 18,8 Prozent im Jahresvergleich. Hintergrund sind die Folgen des Kriegs zwischen dem Iran und den USA mit einer Behinderung von Öltransporten aus den Fördergebieten am Persischen Golf. Eine nachhaltige Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht.

Zudem beschleunigte sich der Preisauftrieb bei Dienstleistungen. Im Vergleich zum Vormonat stieg das Preisniveau in der Eurozone im September um 0,6 Prozent. Hier war ein Anstieg um 0,5 Prozent erwartet worden.

Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, legte hingegen nur leicht zu. Sie stieg wie erwartet von 2,4 Prozent im Vormonat auf 2,5 Prozent.

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