European Cyber Security Month / Server offline, Krisenplan weg? Krisenkommunikation nach Cyberangriff
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 11:05 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
"Ein Cyberangriff ist der konsequenteste Belastungstest für eine Krisenorganisation", sagt Judith Dobner, Geschäftsführerin der Counterpart Group. "Er nimmt Unternehmen genau die Werkzeuge, mit denen sie normalerweise arbeiten. Gute Vorsorge muss deshalb weiterdenken als bis zum nächsten Back-up."
Die Achillesferse liegt im Zugriff
Denn fällt die IT aus, geht oft mehr verloren als nur Technik. Wer alarmiert den Krisenstab wie, wenn E-Mail und Messenger nicht funktionieren? Wer darf nach außen sprechen und wie kommt diese Information zu den richtigen Leuten?
Die naheliegende Antwort: ausdrucken, abheften und in den Schrank legen. Nur entsteht hierbei gleich der nächste Fallstrick. Ein physisches Notfallhandbuch, das zwei Jahre nicht aktualisiert wurde, dessen Kontakte veraltet sind und dessen Existenz kaum jemand kennt, hilft im Ernstfall genauso wenig wie sein digitales Pendant auf dem gesperrten Server. Entscheidend ist also nicht das Format allein. Entscheidend ist, ob das Handbuch gepflegt, zugänglich, versioniert und geübt ist.
Krisenvorsorge ist eine Fähigkeit, keine Datei
Für Public Affairs ist Cybercrime-Resilienz daher mehr als technische Absicherung. Es geht auch darum, dass ein Unternehmen während eines Ausfalls noch Informationen beschaffen, Entscheidungen treffen und konsistent kommunizieren kann. Das lässt sich konkret prüfen:
Wer alle fünf Fragen klar mit Ja beantworten kann, ist gut aufgestellt. Wer nicht, weiß, wo anzufangen ist. "Ist der Ernstfall erst einmal da, kommt das Aufsetzen der Prozesse zu spät", mahnt Judith Dobner. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, seine Abläufe kritisch zu hinterfragen."
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