Euro-Office 1.0 startet am 9. Juni: Europas Antwort auf Microsoft
04.06.2026 - 05:40:14 | boerse-global.deWährend europäische Anbieter mit einer Open-Source-Office-Alternative gegen die Dominanz US-amerikanischer Konzerne antreten, drängen immer leistungsfähigere KI-Assistenten in den Markt. Für Unternehmen stellt sich zunehmend die Frage: Digitale Souveränität oder Komfort?
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Europäisches Büro-Paket: Euro-Office 1.0 kommt am 9. Juni
Ein Konsortium aus IONOS, Nextcloud, OpenProject und XWiki bringt eine webbasierte Office-Suite auf den Markt, die speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie öffentlicher Verwaltungen zugeschnitten ist. Euro-Office 1.0 unterstützt gängige Formate wie DOCX, XLSX und PDF und wird in die Nextcloud-Umgebung integriert.
Die Software basiert auf einem Fork von OnlyOffice unter der AGPLv3-Lizenz und bietet Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramme. Allerdings gibt es einen Haken: Ein Lizenzstreit mit OnlyOffice schwebt noch. IONOS will die Suite in seinen Managed-Workspace-Service einbinden, um die Verbreitung speziell im Mittelstand zu fördern.
Microsoft Scout und ZoomMate: KI übernimmt Terminplanung
Parallel dazu setzen die großen Player auf künstliche Intelligenz. Microsoft hat Scout vorgestellt – ein KI-Agent, der über das Frontier-Programm für Nutzer von GitHub Copilot oder Microsoft 365 Copilot verfügbar ist. Scout managt Termine, bereitet Meetings vor und erledigt administrative Routineaufgaben. Eine integrierte Richtlinien-Engine überwacht dabei die Sicherheit und Compliance.
Zoom kontert mit ZoomMate – einem KI-Assistenten für rund 20 Euro pro Nutzer und Monat. Das Tool verknüpft Meeting-Inhalte mit Daten aus Salesforce, ServiceNow und Workday. Der Start konzentriert sich zunächst auf Nordamerika, für die zweite Jahreshälfte 2026 ist der europäische Markt vorgesehen.
Teams bekommt KI-Zusammenfassungen – und alte Office-Versionen sterben
Ab Juli 2026 führt Microsoft Teams KI-generierte Meeting-Zusammenfassungen ein, die ohne vollständiges Transkript auskommen. Organisatoren erhalten diese Übersichten ab Mitte des Monats in einem privaten Chat-Bereich.
Während neue KI-Funktionen den Büroalltag erleichtern, wachsen auch die regulatorischen Anforderungen an den Einsatz künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act hilft Ihnen, Risikoklassen und Pflichten rechtzeitig zu verstehen. Kostenloses E-Book zur KI-Verordnung sichern
Gleichzeitig läuft eine Ära aus: Microsoft Office 2019 für Mac wird am 13. Juli 2026 in den Nur-Lese-Modus versetzt. Ein digitales Zertifikat zur Lizenzprüfung läuft ab, ohne dass weitere Updates folgen. Nutzer sollten auf neuere Versionen oder Open-Source-Alternativen umsteigen.
Phishing-Gefahr: KnowBe4 schützt Teams – FBI warnt vor Kali365
Die Sicherheitslage bleibt angespannt. Im Juni 2026 bringt KnowBe4 einen speziellen Messaging-Sicherheitsdienst für Teams auf den Markt, der Phishing-Angriffe abwehren soll. Der Hintergrund: Das FBI warnt vor der Kali365-Phishing-Plattform, die seit April 2026 aktiv ist und OAuth-Tokens kapert, um Unternehmenskonten zu kompromittieren.
Digitale Barrierefreiheit: Behörde in Magdeburg meldet fast 700 Beschwerden
Auch regulatorisch tut sich etwas. Die Marktüberwachungsbehörde der Länder (MLBF) in Magdeburg überwacht seit Juni 2025 die Einhaltung von Barrierefreiheitsgesetzen – und hat bereits knapp 700 Meldungen über Hürden in Online-Shops und Banking-Diensten erhalten. Die Behörde plant, ihren Personalbestand auf 100 Mitarbeiter aufzustocken, um die Kontrolle digitaler Dienste und Fahrkartenautomaten zu bewältigen.
Poststelle 2.0: Züricher Beratung digitalisiert interne Logistik
Doch nicht nur Software verändert die Bürowelt. Eine Beratungsfirma in Zürich mit 600 Mitarbeitern hat ihre interne Poststelle digitalisiert – mit Spezialsoftware, Smartphones und intelligenten Schließfächern. Das Ziel: Die Rezeption entlasten und die Suche nach internen Sendungen auf ein Minimum reduzieren. Ein Beispiel, das Schule machen könnte.
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