EU-CBAM, Hushi

EU-CBAM ab 2027: Hushi Partners und ACT Group planen gemeinsames System

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 12:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die geplante Plattform verbindet Emissionsprüfung und Zertifikatsmanagement für koreanische Firmen mit EU-Geschäft.
Moderne Industrieanlage mit Stahlstrukturen und Rohrleitungen bei Dämmerung in Südkorea. Illustration mit AI erstellt.

Das Klimafintech Hushi Partners und die ACT Group haben in Seoul eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam ein integriertes System für den EU-CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) aufzubauen. Die geplante Lösung deckt die gesamte Prozesskette ab – von der Berechnung und Verifizierung von Industrieemissionen bis hin zur Verwaltung und Abwicklung der anfallenden Zertifikatskosten.

Hintergrund der Initiative sind die verschärften regulatorischen Vorgaben der Europäischen Union für den Import kohlenstoffintensiver Güter. Die Kooperation richtet sich vor allem an koreanische Unternehmen, die Produktions- oder Vertriebsgesellschaften innerhalb der EU unterhalten und sich auf die bevorstehenden Pflichten einstellen müssen.

Aufteilung von Emissionsmessung und Marktabwicklung

Innerhalb der Partnerschaft bringen beide Unternehmen unterschiedliche Kernkompetenzen ein. Hushi Partners wird von den Co-CEOs Lee Haeng-yeol und Cho Seong-hoon geleitet und steuert seine Carbon-AI-MRV-Plattform bei. Dieses System ist auf die digitale Erfassung, Berichterstattung und Überprüfung von Emissionsdaten spezialisiert, um den Nachweis konkreter CO2-Werte zu ermöglichen.

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Die ACT Group übernimmt im Rahmen der Kooperation den Bereich des finanziellen Risikomanagements. Dazu zählen die Steuerung von Kostenrisiken sowie die Beschaffung und Abwicklung von Zertifikaten auf der Grundlage von Auktionen für EU-Emissionsberechtigungen (EUA). Auf diese Weise sollen betroffene Unternehmen nicht nur die technischen Dokumentationspflichten erfüllen, sondern auch ihre finanziellen Aufwendungen planbar halten.

Zunehmender Druck durch CBAM-Zertifikatspflicht ab 2027

Die Vorbereitung auf den europäischen Grenzausgleich gewinnt für internationale Lieferanten zunehmend an Dringlichkeit. Ab Februar 2027 sind Importeure verpflichtet, CBAM-Zertifikate für die tatsächlich entstandenen Emissionen ihrer eingeführten Produkte zu erwerben und bei den zuständigen Behörden vorzulegen.

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Können Unternehmen keine verifizierten Ist-Daten für ihre Produktionsprozesse nachweisen, greift die Europäische Union auf pauschale Standardwerte zurück. Diese Regelung birgt erhebliche finanzielle Risiken: Ab 2028 drohen bei der Verwendung von Standardwerten Aufschläge von bis zu 30 %.

Vor diesem Hintergrund zielt das gemeinsame Angebot von Hushi Partners und der ACT Group darauf ab, koreanischen Firmen vor dem Einsetzen der Zertifikatspflicht ab 2027 eine lückenlose Erfassung der tatsächlichen Emissionsdaten zu ermöglichen und Strafaufschläge zu vermeiden.

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