Act, Verpflichtende

EU AI Act: Verpflichtende KI-Schulungen ab 2. August für alle

04.06.2026 - 10:30:02 | boerse-global.de

Studie zeigt: Langjährige Beschäftigte erschweren Neueinstellungen. Homeoffice und fehlende Nachfolgeplanung verschärfen die Situation.

EU AI Act: Verpflichtende KI-Schulungen ab 2. August für alle - Bild: über boerse-global.de
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Eine aktuelle Analyse zeigt: Langjährige Mitarbeiter bremsen den Einstieg aus – und die Heimarbeit verschärft die Krise zusätzlich.

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Wenn erfahrene Kräfte zum Hindernis werden

Die am 4. Juni veröffentlichte Untersuchung zeichnet ein klares Bild: Veteranen im Betrieb entwickeln sich häufig zum Flaschenhals bei der Einarbeitung. Ungeduld, das Zurückhalten von Wissen oder schlichte Ablehnung neuer Ideen – das Verhalten alter Hasen treibt viele Neulinge wieder aus dem Unternehmen.

Die Folgen sind gravierend. Sinkende Produktivität und geringeres Engagement bei neuen Teammitgliedern führen zu steigender Fluktuation. Personalexperten warnen: Fühlen sich Neue nicht willkommen oder unterstützt, suchen sie schnell das Weite.

Homeoffice verschärft die Jugendarbeitslosigkeit

Die Remote-Arbeit macht die Integration nicht einfacher. Eine Studie der New Yorker Fed belegt: 64 Prozent des Anstiegs der Arbeitslosigkeit bei amerikanischen Hochschulabsolventen unter 29 Jahren gehen auf die Zunahme von Heimarbeit zurück. Die Quote stieg von rund 3,1 Prozent (2017–2019) auf 3,7 Prozent (2022–2025).

Bei älteren, erfahreneren Arbeitnehmern sank sie dagegen leicht um 0,1 Prozentpunkte. Der Grund: Unternehmen zögern, Berufseinsteiger einzustellen, weil Einarbeitung und Training im Homeoffice deutlich schwieriger sind.

In Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild. Zwischen 2022 und 2025 fiel das Angebot an Stellen für Berufsanfänger um 30 Prozent. Firmen setzen lieber auf erfahrene Kräfte, die weniger Betreuung brauchen.

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Spezielle Trainings gegen den Frust

Um den Teufelskreis zu durchbrechen, bringen Organisationen und Krankenkassen neue Programme auf den Weg. Die DAK hat für den 13. Juli 2026 ein Führungskräftetraining mit dem Titel „Gesundes Onboarding" angesetzt. Ziel: Manager lernen, den Stress neuer Mitarbeiter zu reduzieren und ihnen von Anfang an Orientierung und Zugehörigkeit zu geben.

Auch Unternehmensberatungen ziehen nach. Roland Berger etwa verlangt von neuen Mitarbeitern und Aufsteigern die Teilnahme an verpflichtenden Bootcamps von ein bis zwei Wochen Dauer. Online und vor Ort sollen dort Standards vermittelt und der Wechsel in neue Rollen erleichtert werden.

EU-Gesetz zwingt zu KI-Schulungen

Die Regulierung treibt die Entwicklung weiter voran. Ab dem 2. August 2026 verlangt Artikel 4 des EU AI Acts verpflichtende Schulungen zur künstlichen Intelligenz für alle Mitarbeiter. Die Zahlen sprechen für sich: Unternehmen mit formalen Trainingsprogrammen erreichen eine Akzeptanzrate von 76 Prozent für neue Technologien – bei Firmen ohne solche Initiativen sind es gerade einmal 25 Prozent.

Wenn das Wissen der Chefs verschwindet

Ein weiteres Problem treibt Deutschlands Mittelstand um. Rund 545.000 kleine und mittlere Unternehmen müssen bis Ende 2029 einen Nachfolger finden. Viele Inhaber sind über 55 – ihr Erfahrungswissen droht verloren zu gehen. Künstliche Intelligenz soll helfen, dieses implizite Wissen zu strukturieren und zu dokumentieren.

Digitale Helfer halten zudem die Kommunikation in Bereichen am Laufen, in denen klassische E-Mails versagen. Die Mitarbeiter-App LOLYO, die bereits von über 1.500 Beschäftigten der Diakonie de La Tour genutzt wird, überbrückt Informationslücken in der Logistik, Pflege und Produktion – dort, wo Mitarbeiter keinen festen Schreibtisch haben.

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